UEM und MDM Werkzeuge | STOP.LI Review



STOP.LI · Endpoint Security · Werkzeugvergleich

UEM und MDMWerkzeuge.

Unified Endpoint Management und Mobile Device Management führen Geräte, Konfigurationen, Anwendungen und Compliance-Signale zusammen. MDM ist dabei ein Teilbereich; UEM erweitert ihn auf Desktop-Systeme, Anwendungen und den gesamten Gerätelebenszyklus.

Einordnung

Der verlässliche Gerätezustand.

Die Klasse registriert Geräte, verteilt Konfigurationen und Anwendungen und liefert einen kontrollierbaren Zustand für Zugriffsentscheidungen. Sie schafft die operative Grundlage für Device Trust und Endpoint-Hygiene.

Abgrenzung

EDR erkennt und behandelt Bedrohungen. Patch Management aktualisiert Software. UEM sorgt dafür, dass Geräte bekannt, konfiguriert und verwaltbar sind; es ersetzt diese spezialisierten Disziplinen nicht.

MDM-Protokolle

Sollzustand, Istzustand, Abweichung.

Unified Endpoint Management (UEM) ist kein eigenes Protokoll, sondern eine Konsole über den Verwaltungsschnittstellen, die Apple, Google und Microsoft in ihre Betriebssysteme eingebaut haben. Das UEM legt fest, wie ein Gerät aussehen soll (Sollzustand), das Betriebssystem setzt es um und meldet den Istzustand zurück. Bei Apple installiert die Registrierung (Enrollment) ein Enrollment-Profil und eine Client-Zertifikatsidentität, bevorzugt über ACME, alternativ über SCEP. Darüber sendet der Server Befehle und Konfigurationen und fragt Gerätedaten ab. Damit das funktioniert, muss das Gerät den Apple Push Notification Service (APNs) erreichen, und das APNs-Zertifikat des Servers muss gültig sein. Mit Declarative Device Management (DDM) setzt das Gerät den Sollzustand selbstständig durch und meldet Änderungen von sich aus, statt auf Abfragen zu warten[1,2].

Windows hat einen Enrollment-Client und einen Management-Client. Der Management-Client synchronisiert regelmässig mit dem Server über die Protokolle MS-MDE2 und MS-MDM. Einstellungen werden über Configuration Service Provider (CSP) gesetzt, etwa den Policy CSP, und per SyncML übertragen[3,4]. Android Enterprise arbeitet mit Policies, welche die App Android Device Policy auf dem Gerät durchsetzt. Je nach Eigentum wird ein Gerät voll verwaltet (fully managed), als Einzweckgerät (dedicated) betrieben oder erhält nur ein Arbeitsprofil (work profile), das geschäftliche von privaten Daten trennt[5]. Zero-Touch heisst: Hersteller oder Händler ordnen das Gerät schon beim Kauf der Organisation zu, etwa über Automated Device Enrollment (ADE, früher DEP) in Apple Business (bis April 2026 Apple Business Manager), Android Zero-Touch oder Windows Autopilot, sodass es sich beim ersten Start selbst registriert[6].

01ZuordnenHändler oder Hersteller ordnet das Gerät beim Kauf der Organisation zu.
02RegistrierenBeim ersten Start meldet sich das Gerät beim UEM an und erhält eine Identität.
03DurchsetzenProfile, Apps, Updates und Verschlüsselung werden als Sollzustand angewendet.
04MeldenDas Gerät meldet Istzustand, Betriebssystemversion und Abweichungen an die Konsole.
05EntscheidenCompliance-Status fliesst in den Zugriffsentscheid des Identitätsdienstes ein.

Typische Probleme

Problem Wie man es löst
Abgelaufene Zertifikate Ist das APNs-Zertifikat des Servers abgelaufen, erreichen Befehle die Apple-Geräte nicht mehr. Lösung: Zertifikate und Tokens (auch das Server-Token für Apple Business) mit Ablaufdatum und benannter verantwortlicher Person im Betriebskalender führen[1].
Zwei Verwaltungswerkzeuge pro Gerät Windows lässt nur einen MDM-Server zu, auf Apple-Geräten ist nur ein Enrollment-Profil möglich. Lösung: Migrationen und Co-Management mit klarer Zuständigkeit je Einstellung planen[3].
Patching ohne Rückweg Automatische Updates von Drittanbieter-Apps bieten nicht immer Rollback oder Ringe. Lösung: Pilotring und Rückfallpaket vor dem breiten Rollout festlegen[7].
Registriert, aber nicht konform Geräte melden sich nicht mehr oder verfehlen die Baseline, ohne dass jemand reagiert. Lösung: Kennzahl «ohne Kontakt seit 30 Tagen» und automatische Compliance-Aktionen bis zur Zugriffssperre[8].
BYOD und Privatsphäre Vollverwaltung privater Geräte greift unnötig in private Daten ein. Lösung: Arbeitsprofil statt Vollverwaltung, Fernlöschung nur für geschäftliche Daten[5].

Betrieb und Verantwortung

Der Client- oder Workplace-Betrieb führt Plattform, Profile und Update-Ringe. Security legt die Baseline und die Compliance-Regeln für den Zugriff fest, Datenschutz und Personalvertretung beurteilen Fernaktionen und Datenerhebung auf privaten Geräten. Sinnvolle Kennzahlen sind der Anteil registrierter Geräte an allen im Identitätsdienst aktiven Geräten, der Anteil konformer Geräte und die Zeit bis zur Installation kritischer Updates.

Regulatorischer Bezug

ISO/IEC 27001:2022 Annex A verlangt unter anderem 8.1 «User endpoint devices», 8.9 «Configuration management», 8.8 «Management of technical vulnerabilities» und 5.9 «Inventory of information and other associated assets»; UEM liefert dafür Inventar und Nachweise[9]. NIS2 Art. 21 Abs. 2 nennt Schwachstellenbehandlung (lit. e), grundlegende Cyberhygiene (lit. g) und Asset Management (lit. i)[10]. Das BSI beschreibt im IT-Grundschutz-Baustein SYS.3.2.2 «Mobile Device Management (MDM)», Edition 2023, den sicheren Einsatz mobiler Geräte über ein MDM und den sicheren Betrieb des MDM selbst[11].

Häufige Fehlannahme. «Verwaltet» heisst nicht «sauber»: Ein UEM meldet den Konfigurationszustand eines Geräts, nicht ob es kompromittiert ist. Für Zugriffsentscheide gehören deshalb auch Risikosignale aus EDR in die Bewertung[8].

Quellen: [1] support.apple.com · [2] support.apple.com · [3] learn.microsoft.com · [4] learn.microsoft.com · [5] developers.google.com · [6] apple.com · [7] learn.microsoft.com · [8] learn.microsoft.com · [9] opensecurityarchitecture.org · [10] nis-2-directive.com · [11] bsi.bund.de

Marktbild

Vierzehn Werkzeuge im Vergleich.

Der Markt teilt sich in geräteübergreifende Plattformen, Apple-Spezialisten, Anbieter mit Schwerpunkt auf mobilen und robusten Spezialgeräten sowie klassisches Client-Management mit On-Premises-Herkunft, darunter Anbieter aus dem DACH-Raum. Die Verwaltungsprotokolle geben Apple, Google und Microsoft vor; je Gerät ist nur ein MDM-Server zulässig, was Wechsel und Parallelbetrieb planungsbedürftig macht. Mehrere Anbieter wurden in den letzten Jahren neu aufgestellt: Das frühere VMware-EUC-Geschäft ist seit 1. Juli 2024 als Omnissa im Besitz von KKR, Kandji firmiert seit Oktober 2025 als Iru. Apple-Geräte registrieren sich automatisch über Automated Device Enrollment (ADE, früher DEP) aus Apple Business (bis April 2026 Apple Business Manager, seit 14. April 2026 in Apple Business aufgegangen). Neben reinen Cloud-Diensten wie Microsoft Intune bieten mehrere Hersteller weiterhin On-Premises-Varianten an.

Werkzeug
Windows
macOS
iOS/Android
Patching
Zero-Touch
Compliance
On-Prem
Microsoft IntuneMicrosoft
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Workspace ONE UEMOmnissa
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Ivanti Neurons for MDMIvanti
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IBM MaaS360IBM
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Hexnode UEMMitsogo (Hexnode)
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NinjaOne Endpoint Management mit MDMNinjaOne
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Jamf ProJamf
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Iru Endpoint (ehemals Kandji)Iru (ehemals Kandji)
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BlackBerry UEMBlackBerry
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SOTI MobiControlSOTI
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ManageEngine Endpoint CentralManageEngine (Zoho)
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Matrix42 Unified Endpoint Management (Empirum, Silverback)Matrix42
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baramundi Management Suitebaramundi software
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FleetFleet Device Management
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Windows: Windows · macOS: macOS · iOS/Android: iOS oder Android · Patching: Patch-Management Betriebssystem und Drittanbieter · Zero-Touch: Zero-Touch-Bereitstellung · Compliance: Compliance-Regeln · On-Prem: On-Premises möglich. ● = auf offizieller Hersteller- oder Projektseite beschrieben, – = nicht belegt (nicht zwingend nicht vorhanden). Auswahl nicht abschliessend, keine Rangliste. Stand: Oktober 2026.

Plattform geräteübergreifend
01

Microsoft Intune

Microsoft

  • SaaS
  • Primär
Abdeckung

Verwaltet laut Hersteller Android, iOS/iPadOS, Linux, macOS, tvOS, visionOS und Windows.

Schutzmechanismus

Compliance-Richtlinien liefern den Gerätezustand an Microsoft Entra; Conditional Access kombiniert ihn mit Benutzer-, App- und Risikosignalen.

Integration

Windows-Updates über Update-Ringe und Feature-/Qualitätsupdate-Richtlinien; Drittanbieter-Apps über Enterprise App Management aus einem Katalog.

Betrieb und Daten

Der Dienst läuft vollständig in der Cloud, ohne On-Premises-Infrastruktur; Registrierung über Windows Autopilot, Apple Automated Device Enrollment oder Android Enterprise.

Stärke

Enge Verbindung von Gerätezustand und Zugriffssteuerung im Microsoft-Entra-Umfeld.

Grenze

Drittanbieter-Patching über Enterprise App Management erfordert eine Zusatzlizenz; dessen Auto-Update-Funktion bietet laut Dokumentation kein Rollback und keine Rollout-Ringe.

Offizielle Produktseite →

02

Workspace ONE UEM

Omnissa

  • SaaS / On-Premises
  • Primär
  • ehemals VMware End-User Computing; seit 01.07.2024 eigenständig als Omnissa im Besitz von KKR (Verkauf durch Broadcom)
Abdeckung

Cloud-native UEM-Plattform für Windows, macOS, iOS, Android, Linux und ChromeOS; die FAQ der Produktseite nennt zusätzlich Windows Server.

Schutzmechanismus

Compliance-Richtlinien und Conditional Access steuern den Zugriff nach Gerätestatus, Rolle und Risikosignalen; Betriebssystem- und App-Updates lassen sich automatisieren.

Integration

Integration mit Apple Business für die automatische Registrierung (ADE) über einen virtuellen MDM-Server.

Betrieb und Daten

Konsole als Cloud-Dienst; für On-Premises-Kunden dokumentiert der Hersteller eigene Installations- und Systemeinstellungen.

Stärke

Breite Plattformabdeckung mit Zugriffssteuerung über Compliance-Richtlinien.

Grenze

Die Produktseite belegt Drittanbieter-Patching nur allgemein als App-Lifecycle; Umfang im Pilot prüfen.

Offizielle Produktseite →

03

Ivanti Neurons for MDM

Ivanti

  • SaaS
  • Primär
Abdeckung

Verwaltet Android, ChromeOS, iOS, iPadOS, macOS, tvOS, visionOS, watchOS und Windows.

Schutzmechanismus

Geräte werden auf Konformität geprüft; Zugriff auf E-Mail und Apps erhalten nur konforme Geräte, ergänzt um zertifikatsbasierte Authentisierung.

Integration

Automatisierte Registrierung über Apple Business, Android Zero-Touch und Windows Autopilot.

Betrieb und Daten

Cloud-Dienst mit regionalen Rechenzentren; zusätzlich eine «Sovereign Edition – EU».

Stärke

Breite Abdeckung mobiler Plattformen mit allen drei Zero-Touch-Verfahren.

Grenze

Patch-Management ist auf der Produktseite nicht belegt; client-basiertes Patching bietet Ivanti im separaten Produkt Ivanti Endpoint Manager an.

Offizielle Produktseite →

04

IBM MaaS360

IBM

  • SaaS
  • Primär
Abdeckung

Dokumentiert Registrierung und Verwaltung von Windows, macOS (inkl. ADE, bei IBM «DEP») sowie Android- und Apple-Mobilgeräten.

Schutzmechanismus

Compliance-Regeln je Plattform mit automatischen Aktionen bei Verstössen; Prüfberichte zu Richtlinien und Regeln.

Integration

Android Zero-touch Enrollment und Apple ADE (beim Hersteller «DEP») für die automatische Registrierung; Verteilung von Windows-OS-Patches.

Betrieb und Daten

Laut IBM als SaaS angeboten; Patch-Management und Anwendungs-Patching sind je nach Plan unterschiedlich enthalten.

Stärke

Mobile- und Desktop-Verwaltung aus einer Cloud-Konsole mit dokumentierten Compliance-Regeln.

Grenze

Patch-Funktionen sind planabhängig: IBM führt unter anderem die Pläne Essentials, Deluxe, Premier und Enterprise und nennt «Granular Patch Management» bei Essentials, «Application Patching» bei Enterprise; der Umfang für Drittanbieter-Software ist im gewählten Plan zu prüfen.

Offizielle Produktseite →

05

Hexnode UEM

Mitsogo (Hexnode)

  • SaaS
  • Primär
Abdeckung

Windows, macOS, Android, Apple-Mobilgeräte, Linux, ChromeOS, Apple TV, Android TV, visionOS, Fire OS und Zebra Link OS.

Schutzmechanismus

Vordefinierte und eigene Compliance-Richtlinien; Updates für Betriebssystem und Drittanbieter-Apps lassen sich aufschieben und planen.

Integration

Zero-Touch-Registrierung über Apple ADE, Samsung Knox, Windows Autopilot und Android Enterprise.

Betrieb und Daten

Angeboten als Cloud-Dienst mit Testzugang; eine On-Premises-Variante nennt die Produktseite nicht.

Stärke

Sehr breite Gerätepalette einschliesslich TV-, Kiosk- und Spezialgeräten.

Grenze

Betriebsmodell und Datenstandort sind auf der Produktseite nicht beschrieben und im Vertrag zu klären.

Offizielle Produktseite →

06

NinjaOne Endpoint Management mit MDM

NinjaOne

  • SaaS
  • Primär
Abdeckung

Android, iOS/iPadOS, Windows, macOS, Linux, virtuelle Maschinen und Netzwerkgeräte in einer Konsole.

Schutzmechanismus

Patch-Management für Betriebssystem- und Microsoft-Updates, ergänzt um Drittanbieter-Patching für Windows und macOS.

Integration

Automatische Registrierung von Apple-Geräten über Apple Business (ADE); Richtlinienvorlagen für mobile Geräte.

Betrieb und Daten

Cloud-Plattform (SaaS); Verwaltung von Endpunkten und Mobilgeräten unter einer Oberfläche.

Stärke

Verbindet klassisches Endpoint-Management und Patching mit Mobilgeräteverwaltung in einer Plattform.

Grenze

Gerätebezogene Compliance-Regeln mit Zugriffssteuerung sind auf den geprüften Seiten nicht belegt.

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Apple-Fokus
07

Jamf Pro

Jamf

  • SaaS / On-Premises
  • Primär
Abdeckung

Mac, iPhone, iPad und Apple TV; Windows und Android gehören nicht zum Umfang.

Schutzmechanismus

Den über Smart Groups berechneten Compliance-Status meldet Jamf Pro an Microsoft Entra ID; Conditional Access lässt nur konforme Geräte auf Unternehmensressourcen zu.

Integration

Zero-Touch-Bereitstellung für Apple-Geräte; Patch Policies aktualisieren installierte Drittanbieter-Software unter macOS.

Betrieb und Daten

Neben dem Cloud-Angebot dokumentiert der Hersteller die Installation auf eigenen Linux- und Windows-Servern.

Stärke

Tiefe Apple-Verwaltung mit Patch-Workflows für Drittanbieter-Software unter macOS.

Grenze

Keine Windows- oder Android-Verwaltung; gemischte Flotten brauchen ein zweites Werkzeug. Die Zugriffssperre bei Abweichung setzt Microsoft Entra ID mit Conditional Access voraus; die Compliance-Benchmarks der Produktseite sind Baselines ohne beschriebene Reaktion.

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08

Iru Endpoint (ehemals Kandji)

Iru (ehemals Kandji)

  • SaaS
  • Primär
  • Kandji firmiert seit Oktober 2025 als Iru (Ankündigung 22.10.2025); Produktoberfläche und Dokumentation werden seit 8. April 2026 schrittweise umgestellt; Kandji-Kennungen (z. B. io.kandji.*, api.kandji.io) bleiben gültig
Abdeckung

Schwerpunkt Mac, iPhone und iPad; zusätzlich Windows und Android.

Schutzmechanismus

Über die Integration Microsoft Device Compliance wendet Iru Compliance-Richtlinien auf verwaltete Geräte an; Conditional Access in Microsoft Entra ID beschränkt den Zugriff auf verwaltete und konforme Geräte.

Integration

Auto Apps für mehrere hundert Mac- und Windows-Apps mit geplanten und erzwungenen Updates; Vorlagen bringen Macs auf CIS-Benchmark Level 1 oder 2; Zero-Touch-Einrichtung von Apple-Geräten.

Betrieb und Daten

Cloud-Dienst des Herstellers mit selbstaktualisierendem Agenten auf dem Gerät; Betriebssystem-Updates für Apple-Geräte lassen sich automatisieren.

Stärke

Vorkonfigurierte Sicherheitsbaselines für macOS mit automatisierten App-Updates.

Grenze

Windows- und Android-Funktionen sind auf der Produktseite weniger detailliert beschrieben als die Apple-Verwaltung; eine eigene Compliance-Regel-Engine mit Reaktionen beschreibt die Produktseite nicht, die Zugriffssperre läuft über Microsoft Entra ID.

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Mobile und Spezialgeräte
09

BlackBerry UEM

BlackBerry

  • On-Premises / SaaS (UEM Cloud)
  • Primär
Abdeckung

Verwaltet iOS-, macOS-, Android- und Windows-Geräte.

Schutzmechanismus

Compliance-Profile reagieren auf gerootete, gejailbreakte oder auffällige Geräte mit Benachrichtigung, Einschränkung oder Löschung der Arbeits- bzw. aller Daten.

Integration

Apple Automated Device Enrollment (beim Hersteller «Device Enrollment Program») und Android Zero-Touch-Enrollment werden unterstützt.

Betrieb und Daten

Installation im eigenen Rechenzentrum oder als von BlackBerry über das Internet gehostete UEM Cloud.

Stärke

Wahlweise vollständig im eigenen Rechenzentrum betreibbar, mit fein abgestuften Compliance-Reaktionen.

Grenze

Patch-Management für Betriebssystem und Drittanbieter-Software ist in der geprüften Dokumentation nicht belegt.

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10

SOTI MobiControl

SOTI

  • On-Premises / SaaS
  • Primär
Abdeckung

Android, iOS, macOS, Windows und Linux, einschliesslich robuster Geräte wie Zebra mit Firmware-Updates over the air.

Schutzmechanismus

Geofence-basierte Richtlinien und erzwungene Passwortkomplexität; Betriebssystem- und Firmware-Management für Spezialgeräte.

Integration

Registrierung über Android Zero-Touch, Apple ADE (beim Hersteller «DEP»), Windows Autopilot, Zebra StageNow, SOTI Stage und Samsung KME.

Betrieb und Daten

Betrieb on-premise oder in der Cloud; der Hersteller beschreibt einen Migrationsweg von On-Premises in die Cloud.

Stärke

Breite Unterstützung von Staging-Verfahren für Logistik-, Handels- und Spezialgeräte.

Grenze

Eine Compliance-Regel-Engine und Drittanbieter-Patching sind auf der Produktseite nicht beschrieben.

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Client-Management und Open Source
11

ManageEngine Endpoint Central

ManageEngine (Zoho)

  • On-Premises / SaaS
  • Primär
Abdeckung

Windows, macOS, Linux, ChromeOS, Android, iOS, iPadOS und tvOS.

Schutzmechanismus

Automatisierte Patch-Verteilung für Windows, Mac, Linux und Drittanbieter-Anwendungen; Prüfungen gegen über 130 anpassbare CIS-Benchmarks.

Integration

Automatische Massenregistrierung unter anderem über Windows Autopilot und Apple Business.

Betrieb und Daten

Als On-Premises-Installation und als Endpoint Central Cloud in mehreren Editionen erhältlich; Conditional Access lässt nur konforme Geräte auf Unternehmensressourcen zu.

Stärke

Patch-Management für Betriebssysteme und Drittanbieter-Software im selben Werkzeug wie die Geräteverwaltung.

Grenze

Funktionsumfang unterscheidet sich je Edition und zwischen Cloud- und On-Premises-Variante.

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12

Matrix42 Unified Endpoint Management (Empirum, Silverback)

Matrix42

  • On-Premises / SaaS
  • Primär
  • seit Juli 2021 im Besitz von Corten Capital (Verkauf durch EMERAM, Pressemitteilung 08.07.2021)
Abdeckung

Empirum für Windows-Clients (Betriebssysteminstallation, Softwareverteilung, Patch Management), Silverback für iOS, iPadOS, macOS und Android Enterprise.

Schutzmechanismus

Patch Management erkennt und behebt Schwachstellen in Microsoft- und Nicht-Microsoft-Produkten.

Integration

Android Zero-touch Enrollment und die automatische Apple-Registrierung (ADE) über Apple Business sind dokumentiert; Verbindung zur Enterprise Service Management Platform.

Betrieb und Daten

Wahlweise On-Premises auf Windows Server mit MS SQL oder als Client Management (Empirum) SaaS.

Stärke

Anbieter aus dem DACH-Raum mit Client- und Mobile-Management sowie On-Premises-Option.

Grenze

Compliance-Regeln mit automatischen Reaktionen sind auf der Produktseite nur allgemein genannt und nicht im Detail belegt.

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13

baramundi Management Suite

baramundi software

  • On-Premises / SaaS (von baramundi gehostet)
  • Primär
Abdeckung

Windows, Linux, macOS, iOS und Android aus einer Suite; Hersteller mit Sitz in Augsburg.

Schutzmechanismus

Automatisierte Patch-Verteilung, Drittanbieter-Anwendungen über das Modul Managed Software, optional Vulnerability Scan.

Integration

Betriebssystem-Verteilung und -Konfiguration sowie Co-Management mit Microsoft Intune.

Betrieb und Daten

On-Premises oder als von baramundi gehostete Version; der Hersteller nennt integrierte DSGVO-Datenschutzvorkehrungen.

Stärke

Anbieter aus dem DACH-Raum mit klassischem Client-Management, Patching und Mobile-Management in einer Suite.

Grenze

Zero-Touch-Verfahren (Autopilot, Apple Business, Android Zero-Touch) und Compliance-Regeln sind auf der Produktseite nicht belegt; Compliance erscheint dort als Berichterstattung.

Offizielle Produktseite →

14

Fleet

Fleet Device Management

  • Open Source (MIT, Premium-Funktionen unter separater Lizenz im Verzeichnis ee/) / Self-Hosted / SaaS
  • Primär
Abdeckung

macOS, Windows, Linux, iOS, iPadOS, Android und ChromeOS aus einem Werkzeug.

Schutzmechanismus

Mindestversionen und Fristen für Betriebssysteme mit automatischer Korrektur; Live-Prüfungen gegen CIS-Benchmarks oder eigene Baselines; Verschlüsselung über FileVault, BitLocker und LUKS2.

Integration

Automatische Registrierung über Apple Business (ADE) und Windows Autopilot mit Entra ID, jeweils in Fleet Premium; Katalog von Fleet gepflegter Apps mit Updates.

Betrieb und Daten

Betrieb on-prem, in der Cloud oder air-gapped; Quellcode öffentlich.

Stärke

Offener Quellcode und Self-Hosting bis air-gapped, mit Linux-Abdeckung.

Grenze

Zero-Touch und weitere Funktionen gehören zu Fleet Premium; für Autopilot empfiehlt Fleet ein Abonnement mit Intune.

Offizielle Produktseite →

Weitere Kandidaten

Weitere Anbieter

Kurz eingeordnet, ausserhalb der Vergleichsmatrix.

  • Cisco Meraki Systems Manager: Cloud-verwaltetes Gerätemanagement von Cisco Meraki; Plattformen, Zero-Touch und Compliance auf der Produktseite nicht konkret beschrieben
  • Ivanti Endpoint Manager: client-basiertes UEM mit Patch-Add-on und Linux-Abdeckung; als separates Produkt neben Ivanti Neurons for MDM, Zero-Touch und Compliance nicht belegt
  • Microsoft Configuration Manager: On-Premises-Client-Management, meist im Co-Management mit Intune; kein eigenständiges Mobile-Management
  • HCL BigFix: Schwerpunkt Patch- und Client-Management
  • Tanium: Endpoint-Management mit Schwerpunkt Echtzeit-Inventar und Patching
  • Mosyle, Addigy: Apple-only-Verwaltung ohne Windows- und Android-Abdeckung
  • Google Endpoint Management: an Google Workspace gebunden; für Windows/macOS-Desktopverwaltung begrenzt
  • Aagon ACMP: Client-Management aus Deutschland
  • Scalefusion, 42Gears SureMDM: UEM/MDM-Anbieter mit Schwerpunkt mobile und dedizierte Geräte
  • Absolute Secure Endpoint (inkl. Syxsense): Schwerpunkt Geräteresilienz und Patch/Remediation
Einführung und Betrieb

Vom Gerät
zum Zugriffssignal.

  • Die Registrierung bereits bei der Beschaffung erzwingen (automatische Geräteregistrierung über Hersteller- bzw. Händlerprogramme), damit kein Firmengerät ohne Verwaltung in Betrieb geht.
  • Je Betriebssystem eine Sicherheitsbaseline auf Basis anerkannter Härtungsvorgaben (z. B. CIS Benchmarks) festlegen und Abweichungen als Compliance-Status melden.
  • Profile in Ringen verteilen: IT-Pilotgruppe, ausgewählte Fachbereiche, dann alle; mit festgelegtem Rückweg pro Ring.
  • Die Ausserbetriebnahme als prüfbaren Ablauf regeln: Fernlöschung, Abmeldung aus der Verwaltung und Freigabe zur Wiederverwendung.
Kennzahlen
  • Anteil der im Identity Provider aktiven Geräte, die im UEM registriert sind
  • Anteil registrierter Geräte, die der Baseline entsprechen
  • Anzahl Geräte ohne Kontakt zum UEM seit mehr als 30 Tagen
Verantwortung

Der Workplace- oder Client-Betrieb verantwortet Plattform und Profile; Security definiert Baseline und Compliance-Regeln für den Zugriff. Datenschutz und Personalvertretung beurteilen Fernmassnahmen und Datenerhebung auf BYOD-Geräten.

Regulatorischer Bezug

ISO/IEC 27001:2022 Annex A 8.1 (Endgeräte der Benutzer), 8.9 (Konfigurationsmanagement) und 5.9 (Inventar).

Art. 3 Abs. 2 lit. f DSV verlangt, Betriebssysteme und Anwendungssoftware auf dem neusten Sicherheitsstand zu halten; der Compliance-Status aus dem UEM unterstützt den Nachweis dafür.

Häufige Fehlannahme

Ein verwaltetes Gerät ist nicht automatisch ein vertrauenswürdiges. UEM meldet den konfigurierten Zustand, nicht eine Kompromittierung; Zugriffsentscheide brauchen deshalb auch das Signal aus EDR.

Auswahlprüfung

Im echten Gerätemix prüfen.

  • Corporate, BYOD und nicht konforme Geräte nachvollziehbar unterscheiden.
  • Eine Sicherheitsbaseline auf Windows, macOS und Mobile durchsetzen.
  • Geräte-Compliance für eine reale Zugriffsrichtlinie verwenden.
  • Rollback, Support und Datenschutz bei Fernmassnahmen durchspielen.
Zusammenhang

UEM ist die Steuerungsebene für Endgeräte. Die daraus entstehenden Signale fliessen in Access Management, EDR, Vulnerability Management und Patch Management.

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Security Tool Navigator · Gebiet 04

Im Gebiet Endpoint und Workspace Security einordnen.

Diese Werkzeugklasse gehört zum Gebiet Endpoint und Workspace Security. Der Gebietshub zeigt, wie die Werkzeugklassen zusammenwirken, wo sie sich abgrenzen und welche Fragen CIO und CISO jeweils klären.