DDoS Protection | STOP.LI

STOP.LI · Network Security · Werkzeugvergleich

DDoSProtection.

DDoS Protection hält öffentliche Dienste gegen volumetrische, protokollbasierte und anwendungsnahe Überlastungsangriffe erreichbar. Die wirksame Lösung umfasst Verkehrsführung, Schutzaktivierung, Anwendungsschutz und einen getesteten Incidentweg.

Marktbild: hohe Priorität für öffentliche Webdienste, APIs, DNS und kritische externe Services. Der Markt ist sehr breit: Hyperscaler, CDN- und Edge-Anbieter, spezialisierte DDoS-Dienste und Netzwerkhersteller. Dieser Vergleich umfasst zehn Plattformen.

Wofür einsetzen

Verfügbarkeit verteidigen.

Die Klasse schützt die Erreichbarkeit, nicht die Anwendung insgesamt. Für APIs und Webdienste sind Layer-7-Regeln, Rate Limits und WAF-Funktionen oft ebenso wichtig wie Schutz gegen Volumenangriffe.

Daten und Architektur

Benötigt werden öffentliche Endpunkte, DNS- und Routingwege, normaler Traffic und klare Eskalationswege. Der Schutzpunkt muss vor dem zu schützenden Origin liegen.

Verfügbarkeit

Erreichbar bleiben, wenn alle kommen.

Ein DDoS-Angriff (Distributed Denial of Service) überlastet einen Dienst mit Verkehr aus vielen Quellen, meist aus Botnetzen. Man unterscheidet zwei Ebenen. Auf Layer 3 und 4 füllen volumetrische Angriffe wie UDP-Floods oder DNS-Amplification die Leitung, Protokollangriffe wie SYN-Floods erschöpfen Zustandstabellen von Firewalls und Lastverteilern. Auf Layer 7 schicken Angreifer scheinbar normale HTTP-Anfragen in grosser Zahl, die Webserver und Datenbanken auslasten; sie lassen sich nur mit Wissen über die Anwendung von echtem Verkehr unterscheiden.[1,2]

Gegen volumetrische Angriffe hilft nur Kapazität vor dem eigenen Anschluss. Cloud-Scrubbing leitet den Verkehr zu den Reinigungszentren eines Anbieters, der schädliche Pakete verwirft und sauberen Verkehr per GRE-Tunnel oder Direktverbindung zurückgibt. Die Umleitung geschieht für ganze Netze über BGP: Der Anbieter kündigt die Präfixe der Kundin an. Webanwendungen werden über eine DNS-Änderung hinter einen Reverse Proxy gestellt, der die Adresse des Ursprungsservers verbirgt. Edge- und CDN-Netze prüfen den Verkehr direkt an ihren Standorten, ohne zentrales Scrubbing-Zentrum. Die Anbieter nennen Abwehrkapazitäten von rund 15 bis über 500 Tbps; entscheidend ist, ob diese Kapazität in der Nähe der eigenen Nutzer verfügbar ist.[3,4,5,6,7]

Always-on bedeutet, dass der Verkehr dauerhaft durch die Abwehr läuft; Angriffe werden in Sekunden erkannt, dafür hängt der Normalbetrieb am Anbieter. On-Demand leitet erst um, wenn ein Angriff erkannt ist, etwa durch eine BGP-Ankündigung oder ein vorkonfiguriertes Standby-Abonnement; das spart Latenz und Kosten, lässt aber eine Lücke bis zur Umschaltung. Hyperscaler schützen ihre eigenen Ressourcen automatisch auf Layer 3/4 und bieten Layer-7-Schutz über ihre WAF.[8,9,10]

Appliances im eigenen Rechenzentrum stehen zwischen Internet-Router und Firewall. Sie fangen kleine, kurze und anwendungsnahe Angriffe ab, die vorgelagerte Dienste übersehen, schützen die Firewall selbst und melden grosse Angriffe automatisch an den Cloud-Dienst. Diese Kopplung heisst hybride Abwehr. Sie verbindet die schnelle, lokale Reaktion der Appliance mit der Kapazität der Cloud, setzt aber voraus, dass die Signalisierung im Ernstfall funktioniert und regelmässig geprüft wird.[11,12]

Modell Wie der Verkehr läuft Worauf achten
Always-on Cloud Dauerhaft über Scrubbing oder Edge-Netz Latenz, Datenstandort, Abhängigkeit im Normalbetrieb
On-Demand Cloud Umleitung per BGP erst im Angriffsfall Zeit bis zur Umschaltung, geübter Ablauf
Reverse Proxy für Web DNS zeigt auf den Proxy, Ursprung verborgen Direkter Zugriff auf die Ursprungs-IP muss gesperrt sein
Hyperscaler-Dienst Automatisch für Ressourcen der eigenen Cloud Layer 7 nur mit WAF, keine Ressourcen ausserhalb
Appliance vor Ort Inline vor der Firewall Leitungskapazität begrenzt die Abwehr
Hybrid Appliance vor Ort, Cloud für grosse Angriffe Automatische Signalisierung testen

Typische Probleme

Problem Wie man es löst
Direkt erreichbarer Ursprung Ist die Ursprungs-IP bekannt oder über alte DNS-Einträge auffindbar, umgehen Angreifer den Proxy. Ursprung nur für die Adressen des Schutzanbieters öffnen und alte Einträge bereinigen.[1]
Neue Angriffsvektoren Im August 2023 nutzten Angreifer eine Schwäche im HTTP/2-Protokoll (Rapid Reset, CVE-2023-44487) für Rekordangriffe mit einem vergleichsweise kleinen Botnetz. Webserver zeitnah patchen und vom Anbieter Abwehr für neue Vektoren verlangen.[14,15]
Ungeübte Umschaltung On-Demand-Schutz scheitert, wenn im Angriff niemand weiss, wer die BGP-Ankündigung auslöst. Ablauf, Kontakte und Freigaben dokumentieren und jährlich testen.[9]
Layer 7 nicht konfiguriert Mehrere Dienste schützen Anwendungen erst, wenn eine Richtlinie oder WAF aktiv ist. Schutz je Anwendung prüfen statt nur je Netz.[16]
Kosten im Angriff Automatisch skalierende Cloud-Ressourcen erzeugen bei Angriffen hohe Rechnungen. Kostenschutz oder Abrechnung nur für legitimen Verkehr vertraglich regeln.[13,5]

Auswahlfragen

Frage Worauf die Antwort hinweisen sollte
Welche Dienste sind geschützt, und welche nicht? Die Antwort sollte Webanwendungen, APIs, DNS, VPN-Gateways und ganze IP-Netze getrennt aufführen.
Always-on oder On-Demand, und wie schnell wirkt die Abwehr? Erwartet werden zugesicherte Zeiten bis zur Abwehr je Angriffsart im Vertrag.
Wo wird der Verkehr gereinigt und entschlüsselt? Gefragt sind Standorte der Scrubbing-Zentren, Umgang mit TLS-Schlüsseln und Datenverarbeitung im Land.
Wer handelt im Angriffsfall? Gute Antworten nennen ein SOC rund um die Uhr, Eskalationswege und die Rolle des eigenen Teams.
Wie lässt sich der Schutz testen? Erwartet werden zugelassene Lasttests oder Übungen und ein Bericht über die Abwehrwirkung.
Was kostet ein Angriff? Die Antwort sollte Mehrverkehr, Überkapazität und Skalierungskosten ausschliessen oder begrenzen.

Betrieb und Verantwortung

Netzwerkbetrieb und Security legen gemeinsam fest, welche Dienste geschützt werden und wie umgeschaltet wird; der Anbieter betreibt die Abwehr, das eigene Team entscheidet über Eskalation und Kommunikation. DDoS gehört in den Incident- und Notfallplan, mit Kontakten zum Anbieter und zum Internetprovider. Sinnvolle Kennzahlen sind der Anteil der öffentlich erreichbaren Dienste mit Schutz, die Zeit bis zur Abwehr im letzten Angriff oder Test, die Ausfallzeit durch Angriffe und das Datum des letzten Umschalttests.

Regulatorischer Bezug

ISO/IEC 27001:2022 adressiert das Thema in Annex A über 8.6 «Capacity management», 8.14 «Redundancy of information processing facilities», 8.20 «Networks security» und 5.30 «ICT readiness for business continuity». NIS2 nennt in Art. 21 Abs. 2 lit. c Betriebskontinuität und Krisenmanagement; DORA verlangt in Art. 11 eine IKT-Geschäftsfortführungsleitlinie, die kritische oder wichtige Funktionen auch bei Störungen aufrechterhält.[17,18,19,20,21,22]

Häufige Fehlannahme. «Unsere Firewall hält einen DDoS-Angriff ab.» Bei volumetrischen Angriffen ist die Leitung voll, bevor der Verkehr die Firewall erreicht, und Zustandstabellen machen die Firewall selbst zum Ziel; die Abwehr muss vor dem eigenen Anschluss stattfinden.

Quellen: [1] imperva.com · [2] developers.cloudflare.com · [3] akamai.com · [4] developers.cloudflare.com · [5] fastly.com · [6] netscout.com · [7] cloudflare.com · [8] f5.com · [9] developers.cloudflare.com · [10] learn.microsoft.com · [11] netscout.com · [12] myrasecurity.com · [13] aws.amazon.com · [14] nvd.nist.gov · [15] blog.cloudflare.com · [16] cloud.google.com · [17] isms.online · [18] isms.online · [19] isms.online · [20] hightable.io · [21] nis-2-directive.com · [22] digital-operational-resilience-act.com

Marktbild

Dreizehn Werkzeuge im Vergleich.

DDoS-Abwehr gibt es als Cloud-Scrubbing, bei dem der Verkehr über BGP oder DNS zu den Reinigungszentren eines Anbieters geführt wird, als Schutz im Edge- oder CDN-Netz, der Webanwendungen und APIs dauerhaft vorgelagert ist, als Dienst der Hyperscaler für die eigenen Cloud-Ressourcen und als Appliance im eigenen Netz, die mit einem Cloud-Dienst zu einer hybriden Abwehr verbunden werden kann. Cloud-Angebote unterscheiden sich vor allem darin, ob der Verkehr ständig (Always-on) oder nur im Angriffsfall (On-Demand) umgeleitet wird. Mit Link11 und Myra Security sind Anbieter aus Deutschland vertreten; beide stehen wie mehrere internationale Anbieter auf der BSI-Liste qualifizierter DDoS-Mitigation-Dienstleister. Imperva gehört seit dem 04.12.2023 zu Thales, und Akamai bietet mit Prolexic On-Prem eine Appliance-Variante auf Basis von Corero an.

Werkzeug
Layer 3/4
L7-Kontrolle
Always-on
On-Demand
Appliance
Hybrid
Bot-Abwehr
Cloudflare DDoS Protection (mit Magic Transit)Cloudflare
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Akamai Prolexic (mit Prolexic On-Prem)Akamai
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Imperva DDoS ProtectionImperva (Thales)
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Fastly DDoS ProtectionFastly
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Link11 DDoS ProtectionLink11
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Myra DDoS Protection (Web und Network)Myra Security
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AWS Shield (Standard und Advanced)Amazon Web Services
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Azure DDoS Protection (Network und IP Protection)Microsoft
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Google Cloud ArmorGoogle Cloud
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NETSCOUT Arbor (Edge Defense, Sightline, Arbor Cloud)NETSCOUT
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Radware DefensePro (mit Cloud DDoS Protection Service)Radware
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F5 Distributed Cloud DDoS Mitigation und BIG-IP AFMF5
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A10 Defend (Produktseite Thunder TPS)A10 Networks
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Layer 3/4: Layer 3/4 · L7-Kontrolle: Layer 7 · Always-on: Always-on · On-Demand: On-Demand-Umleitung · Appliance: On-Prem-Appliance · Hybrid: Hybrid Appliance und Cloud · Bot-Abwehr: Bot-Abwehr. ● = auf offizieller Hersteller- oder Projektseite beschrieben, – = nicht belegt (nicht zwingend nicht vorhanden). Auswahl nicht abschliessend, keine Rangliste. Stand: Oktober 2026.

Cloud-Scrubbing und Edge-Netz
01

Cloudflare DDoS Protection (mit Magic Transit)

Cloudflare

  • SaaS (globales Netz)
  • Primär
Abdeckung

Schutz für Websites, Anwendungen und ganze Netze auf Layer 3/4 und Layer 7; Magic Transit schützt Netze, Rechenzentren und Infrastruktur on-premises, in der Cloud und hybrid.

Funktionsweise

Automatische Erkennung und Abwehr über verwaltete Regelsätze, die sich anpassen lassen; bei Magic Transit werden die eigenen IP-Präfixe per BGP über das Cloudflare-Netz angekündigt.

Erkennung und Schutz

Erkennt auch Out-of-State-TCP-Angriffe wie zufällige und gefälschte ACK-Floods sowie SYN- und SYN-ACK-Floods; eigene eBPF-Paketlogik für UDP-basierte Protokolle ist möglich.

Integration

Cloudflare Network Interconnect verbindet das eigene Netz direkt; Bot Management ergänzt den Schutz von Webanwendungen.

Betrieb und Daten

Standardschutz ohne Volumenbegrenzung (unmetered) für Layer 3 bis 7; Netzkapazität laut Hersteller 500 Tbps; Hotline und 24/7-Support im Angriffsfall.

Einsatz

Organisationen, die Webangebote und ganze IP-Netze über denselben Anbieter schützen; Magic Transit On-Demand kündigt Präfixe nur während eines Angriffs an.

Stärke

Ein Netz schützt Webangebote und ganze IP-Präfixe, dauerhaft oder nur im Angriffsfall.

Grenze

Magic Transit On-Demand lässt sich nicht mit von Cloudflare gemieteten IP-Adressen nutzen; eine eigene Appliance vor Ort gehört nicht zum Angebot.

Offizielle Produktseite →

02

Akamai Prolexic (mit Prolexic On-Prem)

Akamai

  • Managed Service (Scrubbing-Zentren), Appliance vor Ort optional
  • Primär
Abdeckung

DDoS-Schutz für Netze und Rechenzentren über IPv4- und IPv6-Verkehrsflüsse mit über 20 Tbps dedizierter Abwehrkapazität.

Funktionsweise

Wahlweise Always-on, bei dem der gesamte eingehende Verkehr über Prolexic läuft, oder On-Demand; bei Routed GRE werden die Netze per BGP angekündigt.

Erkennung und Schutz

Dynamische Abwehrkontrollen, die Kapazität je Angriff skalieren; Abwehr mit «Zero-Second-SLA».

Integration

Prolexic On-Prem auf Basis von Corero lässt sich mit der Cloud-Plattform zu einer hybriden Abwehr für sehr grosse Angriffe verbinden.

Betrieb und Daten

Rund um die Uhr betriebenes Security Operations Command Center mit über 225 Mitarbeitenden in der Abwehr; SLA für 100 Prozent Plattformverfügbarkeit.

Einsatz

Unternehmen und kritische Dienste, die ganze Netzbereiche durch einen verwalteten Dienst schützen lassen.

Stärke

Verwalteter Dienst mit Wahl zwischen Always-on, On-Demand und hybrider Abwehr.

Grenze

Schutz auf Anwendungsebene und Bot-Abwehr gehören zu separaten Akamai-Produkten (App & API Protector, Bot Manager), die auf der Prolexic-Seite nicht beschrieben sind.

Offizielle Produktseite →

03

Imperva DDoS Protection

Imperva (Thales)

  • SaaS (Scrubbing-Netz und Proxy)
  • Primär
  • seit 04.12.2023 Teil von Thales (Übernahme abgeschlossen)
Abdeckung

Schutz für Websites, Netze und einzelne IP-Adressen gegen Angriffe auf Layer 3/4 (etwa UDP- und SYN-Floods, DNS-Amplification) und Layer 7 (etwa HTTP-Floods, Slowloris).

Funktionsweise

Für Websites läuft der gesamte HTTP/S-Verkehr nach einer DNS-Änderung über den Proxy, der die Origin-IP verbirgt; für Netze schützt ein Scrubbing-Netz mit 13 Tbps Kapazität.

Erkennung und Schutz

Always-on-Schutz erkennt und blockiert Angriffe auf Anwendungsebene automatisch; vertraglich zugesicherte Abwehr innert drei Sekunden für Layer 3/4.

Integration

Arbeitet mit der Cloud-WAF zusammen, die Angriffe und schädliche Bots blockiert.

Betrieb und Daten

Selbst-Onboarding und Verwaltung über ein Self-Service-Portal, danach vollautomatische Abwehr.

Einsatz

Webanwendungen und APIs, die DDoS-Schutz, WAF und Bot-Abwehr aus einer Hand beziehen.

Stärke

DDoS-Schutz, WAF und Bot-Abwehr laufen über denselben Proxy.

Grenze

Ein On-Demand-Modell beschreibt die Seite nur allgemein im FAQ, nicht als eigenes Angebot; eine Appliance vor Ort gehört nicht zum Produkt.

Offizielle Produktseite →

04

Fastly DDoS Protection

Fastly

  • SaaS (Edge-Cloud)
  • Ergänzend
Abdeckung

Schutz von Anwendungen und APIs gegen DDoS auf Anwendungs- und Netzebene, integriert in die Edge-Plattform.

Funktionsweise

Erkennung und Abwehr sitzen am Netzrand statt in einem zentralen Scrubbing-Zentrum; Nicht-HTTP/HTTPS-Verkehr wird verworfen.

Erkennung und Schutz

Analysiert Verkehrsmuster laufend, unterscheidet legitime Lastspitzen von Botnetzen und erstellt Signaturen nahezu in Echtzeit.

Integration

Teil der Edge-Plattform mit verwalteter WAF, Bot- und DDoS-Abwehr rund um die Uhr.

Betrieb und Daten

Abrechnung nur für legitimen Verkehr, Angriffsvolumen erzeugen keine Auslieferungs- oder Egress-Gebühren.

Einsatz

Web- und API-Angebote auf der Fastly-Plattform, die Abwehr ohne eigenes Tuning automatisch zuschalten.

Stärke

Abwehr in Sekunden direkt am Netzrand, ohne Umweg über Scrubbing-Zentren.

Grenze

Ausgelegt auf HTTP/HTTPS-Anwendungen über die Fastly-Plattform; Schutz ganzer IP-Netze und Appliances vor Ort beschreibt die Seite nicht.

Offizielle Produktseite →

05

Link11 DDoS Protection

Link11

  • SaaS (Cloud-Scrubbing über BGP oder DNS)
  • Primär
Abdeckung

Schutz von Netzinfrastrukturen über BGP und von Webanwendungen über Web DDoS Protection als Teil der WAAP-Lösung.

Funktionsweise

Always-on-Variante über BGP mit automatischer Erkennung und Abwehr ohne menschliches Eingreifen; Netflow-Analyse erkennt komplexe Angriffe.

Erkennung und Schutz

Selbstlernende KI aus allen abgewehrten Angriffen; vertraglich zugesicherte Abwehr innert 0 bis 3 Sekunden für alle Angriffsvektoren.

Integration

Web DDoS Protection ist Bestandteil der Link11-WAAP-Lösung für Webanwendungen.

Betrieb und Daten

Always-on ohne Zusatzkosten mit 24/7-Support; vom BSI als qualifizierter DDoS-Mitigation-Dienstleister gelistet (laut Hersteller «BSI-zertifiziert»).

Einsatz

Unternehmen und Betreiber in Deutschland und Europa, die einen vom BSI als qualifiziert gelisteten DDoS-Mitigation-Dienstleister verlangen.

Stärke

Always-on ohne Zusatzkosten mit vertraglich zugesicherter Abwehrzeit für alle Vektoren.

Grenze

Appliances vor Ort, hybride Modelle und Bot-Abwehr sind auf der DDoS-Seite nicht beschrieben.

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06

Myra DDoS Protection (Web und Network)

Myra Security

  • SaaS, On-Premises-Appliance oder hybrid
  • Primär
Abdeckung

DDoS-Schutz auf Layer 7 für Websites, Portale und APIs sowie auf Layer 3/4 für IP-Subnetze und Infrastruktur.

Funktionsweise

Layer-7-Schutz mit Fingerprinting, Blocklisten und Request-Limits; Myra kann die TLS-Verbindung terminieren und den Verkehr tief prüfen.

Erkennung und Schutz

Automatisierte, KI-gestützte Abwehr; der Hersteller nennt eine Abwehrleistung von bis zu 1 Tbps und 250 Millionen Paketen pro Sekunde.

Integration

Network DDoS Protection als Cloud-, On-Prem- oder Hybridvariante; im Hybridbetrieb filtert die Appliance vor Ort, die Cloud übernimmt Angriffe über der Uplink-Kapazität.

Betrieb und Daten

Entwicklung und Betrieb in Deutschland, Datenverarbeitung auf Wunsch ausschliesslich in Deutschland; vom BSI als qualifizierter DDoS-Mitigation-Dienstleister gelistet, laut Hersteller ISO 27001 auf Basis von IT-Grundschutz und BSI C5 Typ 2.

Einsatz

Regulierte Organisationen und Provider im Umfeld von NIS2, DORA und DSGVO; ein Provider bietet damit KMU einen hybriden Schutz an.

Stärke

Cloud-, Appliance- und Hybridvariante aus deutschem Betrieb mit Bot Manager.

Grenze

Ob die Netz-Varianten dauerhaft oder nur im Angriffsfall umleiten, beschreiben die geprüften Seiten nicht.

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Hyperscaler
07

AWS Shield (Standard und Advanced)

Amazon Web Services

  • Cloud-Dienst für AWS-Ressourcen
  • Ergänzend
Abdeckung

Shield Standard schützt alle AWS-Kunden ohne Aufpreis gegen häufige Angriffe auf Netz- und Transportschicht; Shield Advanced erweitert den Schutz für EC2, ELB, CloudFront, Global Accelerator und Route 53.

Funktionsweise

Always-on-Überwachung der Netzflüsse mit Signaturen und Anomalie-Algorithmen; Shield Advanced passt die Erkennung an die Verkehrsmuster der geschützten Ressourcen an.

Erkennung und Schutz

Shield Advanced wehrt Layer-7-Angriffe automatisch über AWS-WAF-Regeln ab und bezieht Health Checks aus Route 53 in die Erkennung ein.

Integration

AWS Firewall Manager verteilt Shield-Advanced- und WAF-Schutz über die ganze Organisation; Meldungen über Amazon CloudWatch.

Betrieb und Daten

Das Shield Response Team (SRT) unterstützt vor, während und nach Angriffen; Kostenschutz gegen DDoS-bedingte Skalierungsgebühren.

Einsatz

Workloads auf AWS, deren öffentliche Endpunkte über die AWS-Dienste geschützt werden.

Stärke

Grundschutz für alle AWS-Kunden und Kostenschutz bei Angriffen mit Shield Advanced.

Grenze

Schützt nur Ressourcen in AWS; Layer-7-Schutz setzt AWS WAF voraus.

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08

Azure DDoS Protection (Network und IP Protection)

Microsoft

  • Cloud-Dienst für Azure-Ressourcen
  • Ergänzend
Abdeckung

Schutz von Azure-Ressourcen in virtuellen Netzen gegen Angriffe auf Layer 3 und 4.

Funktionsweise

Verkehrsmuster werden rund um die Uhr überwacht, erkannte Angriffe sofort und automatisch abgewehrt; der Schutz ist automatisch auf die einzelnen Ressourcen abgestimmt.

Erkennung und Schutz

Mit aktiviertem Network Protection sind alle Ressourcen eines virtuellen Netzes ohne weitere Konfiguration geschützt.

Integration

Für Layer 7 wird eine Web Application Firewall kombiniert.

Betrieb und Daten

Network Protection mit Zugang zum DDoS Rapid Response Team und Kostenschutz; IP Protection pro geschützter IP-Adresse ohne diese Zusatzleistungen.

Einsatz

Workloads in Azure, ein Schutzplan für mehrere Subscriptions eines Tenants.

Stärke

Automatischer Schutz ganzer virtueller Netze ohne Regelpflege.

Grenze

Deckt nur Layer 3 und 4 ab; Layer 7 erfordert eine WAF, und geschützt werden nur Azure-Ressourcen.

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09

Google Cloud Armor

Google Cloud

  • Cloud-Dienst für Google-Cloud-Ressourcen
  • Ergänzend
Abdeckung

Automatischer Schutz gegen volumetrische und protokollbasierte Angriffe auf Layer 3/4 sowie Schutz gegen Layer-7-Bedrohungen.

Funktionsweise

Cloud Armor Enterprise bietet Always-on-Schutz; Advanced Network DDoS Protection überwacht Angriffe dauerhaft und alarmiert.

Erkennung und Schutz

Adaptive Protection erkennt verdächtige Angriffe, schlägt Regeln vor oder wendet sie automatisch an.

Integration

Vorkonfigurierte WAF-Regeln und Bot Management im selben Dienst.

Betrieb und Daten

Layer-7-Schutz gegen HTTP-Floods setzt eine vom Benutzer konfigurierte Sicherheitsrichtlinie voraus.

Einsatz

Anwendungen und Dienste, die in Google Cloud betrieben werden und dort WAF- und DDoS-Schutz aus einer Hand erhalten.

Stärke

DDoS-Schutz, WAF-Regeln und Bot Management in einem Dienst.

Grenze

Layer-7-DDoS-Schutz wirkt erst mit konfigurierter Richtlinie; Appliances vor Ort gehören nicht zum Angebot.

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Appliance und Hybrid
10

NETSCOUT Arbor (Edge Defense, Sightline, Arbor Cloud)

NETSCOUT

  • Appliance (On-Premises) und Managed Cloud Service
  • Primär
Abdeckung

Arbor Edge Defense (AED) als Inline-Appliance am Netzrand, Arbor Sightline für Provider und grosse Netze, Arbor Cloud als verwalteter Scrubbing-Dienst.

Funktionsweise

AED steht zwischen Internet-Router und Firewall und arbeitet zustandslos; Arbor Cloud verfügt über 16 Scrubbing-Zentren mit über 15 Tbps Kapazität.

Erkennung und Schutz

AED stoppt automatisch kleine, kurze Angriffe auf Anwendungs- und Zustandsebene, die vorgelagerte Cloud-, CDN- oder ISP-Abwehr übersieht; Erkennung mit KI und ML.

Integration

Cloud Signaling verbindet die Abwehr vor Ort automatisch mit der Cloud-Abwehr; der ATLAS Intelligence Feed liefert aktuelle Angriffsdaten.

Betrieb und Daten

AED kann TLS-verschlüsselten Verkehr entschlüsseln, um verdeckte Angriffe sichtbar zu machen.

Einsatz

Unternehmen und Service Provider, die lokale Abwehr mit Cloud-Scrubbing für volumetrische Angriffe kombinieren.

Stärke

Inline-Appliance und Cloud-Scrubbing sind über Cloud Signaling automatisch gekoppelt.

Grenze

Die Appliance bindet eigenes Betriebspersonal; eine On-Demand-Umleitung und Bot-Abwehr sind auf den geprüften Seiten nicht beschrieben.

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11

Radware DefensePro (mit Cloud DDoS Protection Service)

Radware

  • Appliance (physisch oder virtuell), Cloud oder hybrid
  • Primär
Abdeckung

Abwehr von DDoS-Angriffen auf Netz- und Anwendungsebene, einschliesslich verschlüsselter Web-DDoS- und DNS-DDoS-Angriffe.

Funktionsweise

DefensePro schützt vor Ort und wird mit einem Cloud-Dienst ergänzt, der bei Bedarf aktiviert wird.

Erkennung und Schutz

KI-gestützte, verhaltensbasierte Erkennung in Echtzeit, die Fehlalarme minimieren soll.

Integration

Cloud-basierte, Hardware- und Hybridlösungen sowie virtuelle Bereitstellung.

Betrieb und Daten

Schutz auch vor Zero-Day-Angriffen durch laufend angepasste Erkennung.

Einsatz

Rechenzentren, die lokale Abwehr mit einem Cloud-Dienst für grosse Angriffe verbinden.

Stärke

Lokale Appliance und Cloud-Dienst sind als hybrides Modell vorgesehen.

Grenze

Bot-Abwehr nennt die Seite nur für die Cloud-Engines von Radware, nicht für DefensePro.

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12

F5 Distributed Cloud DDoS Mitigation und BIG-IP AFM

F5

  • SaaS (Distributed Cloud), Hardware, Software oder virtuelle Appliance
  • Primär
Abdeckung

Volumetrischer Schutz auf Layer 3/4 und Abwehr fortgeschrittener Layer-7-Angriffe über ein globales Scrubbing-Netz, ergänzt um BIG-IP Advanced Firewall Manager vor Ort.

Funktionsweise

Abo «Always On» leitet den Verkehr dauerhaft über die Distributed-Cloud-Plattform; Abo «Always Available» ist vorkonfiguriert und wird im Angriffsfall aktiviert.

Erkennung und Schutz

Layer-7-DoS-Schutz, WAF, Bot-Schutz und Threat Intelligence in den Anwendungssicherheitsdiensten.

Integration

Inline-, Out-of-Band- und Hybridbereitstellung; Schutz auch auf NGINX Plus und Ingress Controller.

Betrieb und Daten

Teilweise selbst verwaltet oder als Managed Service mit 24×7-Betrieb im F5-SOC und 99,99 Prozent Verfügbarkeits-SLA.

Einsatz

Organisationen mit F5-Anwendungsbereitstellung, die lokalen und Cloud-Schutz kombinieren.

Stärke

Always-on, Standby-Abo, Appliance und Hybridbetrieb aus einem Portfolio.

Grenze

Der Umfang verteilt sich auf mehrere Produktlinien (Distributed Cloud, BIG-IP, NGINX), die einzeln lizenziert werden.

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13

A10 Defend (Produktseite Thunder TPS)

A10 Networks

  • Appliance (Detector, Mitigator, Orchestrator)
  • Primär
Abdeckung

DDoS-Abwehr mit Komponenten für Erkennung (Detector), Abwehr (Mitigator) und Steuerung (Orchestrator), skalierbar von 1 Gbps bis über 1 Tbps.

Funktionsweise

Inline für latenzkritische Dienste wie Gaming, DNS oder Sprache, oder Out-of-Band mit automatischer BGP-Umleitung nur bei erkannter Bedrohung.

Erkennung und Schutz

Verhaltensbasierte Erkennung statt starrer Signaturen; laufende Analyse der Verkehrsmuster in Echtzeit.

Integration

FPGA-Beschleunigung für hohe Paketraten.

Betrieb und Daten

Die Abwehr-Hardware steht im eigenen Netz, inline oder getrennt vom Alltagsverkehr.

Einsatz

Service Provider, Rechenzentren und Anbieter latenzkritischer Dienste.

Stärke

Wahl zwischen Inline-Betrieb und reaktiver BGP-Umleitung mit derselben Lösung.

Grenze

Ein eigener Cloud-Scrubbing-Dienst und Layer-7-Abwehr sind auf der Produktseite nicht ausdrücklich beschrieben.

Offizielle Produktseite →

Weitere Kandidaten

Weitere Anbieter

Kurz eingeordnet, ausserhalb der Vergleichsmatrix.

  • Corero SmartWall ONE: Appliance-Lösung, auch Grundlage von Akamai Prolexic On-Prem
  • Check Point DDoS Protector: Appliance im Check-Point-Portfolio
  • Swisscom DDoS Protection Service und weitere Provider-Dienste: Schutz über den Internetanbieter
  • Gcore DDoS Protection: europäischer Edge-Anbieter
  • AWS WAF Bot Control, Azure Web Application Firewall: Layer-7- und Bot-Schutz der Hyperscaler als eigene Produkte neben dem DDoS-Dienst
Verknüpfte Werkzeugklassen

Verfügbarkeit braucht mehrere Kontrollen.

Firewalls und IPS steuern Netzgrenzen. Das Secure Web Gateway aus SASE und SSE schützt ausgehenden Webzugriff. WAF, DNS und Incident Management und On-Call gehören in den Reaktionsweg.

Fehlermodi und PoC
  • Ein ungeschützter Origin, fehlerhaftes DNS oder eine direkte IP kann die Edge-Abwehr umgehen.
  • Layer-7-Angriffe verlangen andere Regeln als reine Bandbreitenüberlastung.
  • Teste Schutzaktivierung, API-Rate-Limit, Kommunikation mit dem Provider und einen Wiederanlauf. Die Verantwortung für Entscheidung und Eskalation muss klar sein.

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Security Tool Navigator · Gebiet 05

Im Gebiet Network Security einordnen.

Diese Werkzeugklasse gehört zum Gebiet Network Security. Der Gebietshub zeigt, wie die Werkzeugklassen zusammenwirken, wo sie sich abgrenzen und welche Fragen CIO und CISO jeweils klären.