Kubernetes Security | STOP.LI

STOP.LI · Cloud und Infrastructure Security · Werkzeugvergleich

Kubernetesund Container Security.

Kubernetes- und Container-Security schützt Anwendungen vom Image bis zum laufenden Pod. Image- und Registry-Scans finden Schwachstellen vor dem Deployment, ein Admission Controller setzt Regeln beim Deployment durch, KSPM prüft die Cluster-Konfiguration, und Sensoren überwachen Container im laufenden Betrieb.

Marktbild: hohe Priorität bei produktivem Kubernetes. Der Markt ist von CNAPP-Anbietern, Kubernetes-Spezialisten und Open-Source-Projekten geprägt. Verglichen werden elf Plattformen mit unterschiedlicher Tiefe bei Posture, Admission und Runtime.

Kontrollflächen

Cluster statt Einzelcontainer.

Die Klasse bewertet Clusterrollen, Workload-Identitäten, Admission Policies, Secrets, Netzwerkregeln, Images und Laufzeitaktivität. Managed Kubernetes reduziert Betriebsaufwand, überträgt aber nicht die Verantwortung für Workloads und Berechtigungen.

Betriebsmodell

Benötigt werden Clusterinventar, Owner, Deployment-Pipelines, Registry-Zugriff und ein klares Verhältnis zwischen Plattformteam, Entwicklung und Security. Policies müssen vor der Blockierung im Audit-Modus geprüft werden.

Container und Cluster

Vom Image bis zum Pod.

Container-Sicherheit beginnt beim Image. Ein Image bündelt Anwendung, Bibliotheken und Teile eines Betriebssystems; jede dieser Schichten kann bekannte Schwachstellen, eingebettete Secrets oder unsichere Einstellungen enthalten. Scanner zerlegen das Image, erstellen eine Stückliste der Komponenten (SBOM) und gleichen sie mit Schwachstellendatenbanken ab, im Build, im Registry und laufend nach dem Deployment, weil täglich neue Schwachstellen bekannt werden. Das Open-Source-Werkzeug Trivy prüft auf diese Weise Images, Registries, Infrastrukturcode und Kubernetes-Cluster. Signaturen, etwa mit Sigstore Cosign, belegen zusätzlich, dass ein Image aus der eigenen Pipeline stammt und unterwegs nicht verändert wurde.[1,2,3]

Kubernetes-Sicherheit betrifft den Cluster, der diese Images ausführt. Die Control Plane mit ihrem API-Server ist der zentrale Steuerpunkt: Wer dort Rechte hat, kann Workloads starten, Secrets lesen oder Rollen vergeben. Wer was darf, regelt die rollenbasierte Zugriffskontrolle (RBAC) mit Rollen für Personen und Service-Accounts. Kubernetes Security Posture Management (KSPM) prüft Cluster-Konfiguration, Rollen und Workload-Einstellungen gegen Benchmarks wie den CIS Kubernetes Benchmark. Die Pod Security Standards von Kubernetes definieren drei aufeinander aufbauende Stufen: Privileged ohne Einschränkungen, Baseline gegen bekannte Rechteausweitungen und Restricted nach aktuellen Härtungsregeln.[4,5]

Zwischen Image und Cluster steht der Admission Controller. Er fängt jede Anfrage an den API-Server ab, nachdem sie authentisiert und autorisiert ist, aber bevor das Objekt gespeichert wird. Hier lassen sich Regeln durchsetzen: nur signierte Images, keine privilegierten Container, keine Images mit kritischen Schwachstellen. Policy Engines wie das Open-Source-Projekt Kyverno beschreiben solche Regeln als Kubernetes-Ressourcen.[6,7]

Zur Laufzeit kommen zwei Schutzebenen dazu. Netzwerkrichtlinien begrenzen, welche Pods miteinander sprechen dürfen. Ohne Richtlinie ist ein Pod nicht isoliert, und Kubernetes setzt Richtlinien nur durch, wenn das Netzwerk-Plugin sie unterstützt. Sensoren auf den Knoten, häufig auf eBPF-Basis wie beim Open-Source-Projekt Falco, beobachten Prozesse und Systemaufrufe in Containern und erkennen etwa eine Shell in einem Produktionscontainer oder einen Ausbruchsversuch auf den Host. Je nach Produkt meldet der Sensor nur oder blockiert den Prozess. Ergänzend werten Plattformen die Audit-Logs des API-Servers aus.[8,9,10]

01Image bauenScan auf Schwachstellen, Secrets und Fehlkonfiguration im Build, SBOM erzeugen und Image signieren.
02Registry prüfenImages im Registry laufend nachscannen, weil neue Schwachstellen auch alte Images betreffen.
03ZulassenAdmission Controller lässt nur Images und Pods zu, die Signatur-, Schwachstellen- und Härtungsregeln erfüllen.
04Cluster härtenKSPM prüft Rollen, Konfiguration und Pod-Sicherheitsstufen gegen Benchmarks.
05Laufzeit überwachenNetzwerkrichtlinien begrenzen Verkehr, Sensoren und Audit-Logs erkennen Angriffe in Pods.

Typische Probleme

Problem Wie man es löst
Verwundbare Basis-Images Viele Befunde stammen aus Paketen im Basis-Image, die das Team nie bewusst gewählt hat. Lösung: wenige, gepflegte Basis-Images festlegen, regelmässig neu bauen und Empfehlungen für Basis-Image-Wechsel nutzen.[11]
Netzwerkrichtlinien ohne Wirkung Richtlinien werden angelegt, das Plugin setzt sie aber nicht durch, oder es gibt gar keine. Lösung: Plugin mit NetworkPolicy-Unterstützung verwenden, je Namespace eine Standard-Deny-Regel setzen und Verbindungen aus beobachtetem Verkehr ableiten.[8]
Admission Controller als Ausfallrisiko Ist der Webhook nicht erreichbar, blockiert er je nach Einstellung alle Deployments oder lässt alles durch. Lösung: Ausfallverhalten bewusst festlegen, den Controller hochverfügbar betreiben und neue Regeln zuerst im Audit-Modus einführen.
Zu weite Rechte im Cluster Service-Accounts mit Cluster-Admin-Rechten oder automatisch eingebundene Tokens öffnen den Weg zur Control Plane. Lösung: Rollen nach Namespace trennen, Service-Account-Tokens nur bei Bedarf einbinden und Rollen per KSPM regelmässig prüfen.[12]
Privilegierte Container Container laufen als Root oder mit Host-Zugriff, weil es einfacher war. Lösung: Pod Security Standards mindestens auf Baseline, für Anwendungen auf Restricted durchsetzen.[4]
Laufzeitalarme ohne Empfänger Sensoren melden, aber niemand bearbeitet die Alarme. Lösung: Alarme ins SOC leiten und je Namespace einen Verantwortlichen festlegen.[9]

Auswahlfragen

Frage Worauf die Antwort hinweisen sollte
Welche Phasen deckt das Produkt ab: Build, Registry, Admission, Posture, Netzwerk, Laufzeit? Erwartet wird eine klare Zuordnung je Phase und der Hinweis, welche Teile ein offenes Projekt übernimmt.
Welche Kubernetes-Distributionen und verwalteten Dienste werden unterstützt? Die Antwort sollte eine Support-Matrix für verwaltete Dienste, OpenShift und selbst betriebene Cluster nennen.
Wie verhält sich der Admission Controller bei Ausfall, und wie werden Regeln eingeführt? Gute Antworten nennen Audit-Modus, Ausnahmen je Namespace und Hochverfügbarkeit.
Wie werden Netzwerkrichtlinien erzeugt und getestet? Hinweis auf Verkehrsbeobachtung, Simulation vor dem Anwenden und Abhängigkeit vom Netzwerk-Plugin.
Wie greift der Laufzeitsensor in den Knoten ein? Erwartet werden Angaben zu eBPF oder Kernel-Modul, Ressourcenbedarf und gestaffelten Updates.
Welche Teile beruhen auf Open Source, und unter welcher Lizenz? Die Antwort sollte Upstream-Projekte, Lizenz und den Umgang mit Abweichungen zwischen Produkt und Projekt benennen.

Betrieb und Verantwortung

Das Plattform-Team betreibt Cluster, Admission Controller, Netzwerk-Plugin und Sensoren und setzt Pod-Sicherheitsstufen um. Anwendungsteams beheben Schwachstellen in ihren Images und pflegen die Netzwerkrichtlinien ihrer Namespaces, Security legt Regeln, Ausnahmen und Schwellen fest, und das SOC bearbeitet Laufzeitalarme. Sinnvolle Kennzahlen sind der Anteil der Namespaces mit Standard-Deny-Regel, der Anteil von Pods auf Stufe Restricted, die Zeit bis zur Behebung kritischer Image-Schwachstellen und die Zahl abgelehnter Deployments.

Regulatorischer Bezug

ISO/IEC 27001:2022 adressiert das Thema in Annex A vor allem über 8.8 «Management of technical vulnerabilities», 8.9 «Configuration management» und 8.22 «Segregation of networks». NIS2 verlangt in Art. 21 Abs. 2 unter anderem Sicherheit der Lieferkette sowie Sicherheit bei Erwerb, Entwicklung und Wartung einschliesslich Schwachstellenbehandlung; DORA fordert in Art. 9 Schutz- und Präventionsmassnahmen für IKT-Systeme. Der IT-Grundschutz beschreibt die Anforderungen in den Bausteinen SYS.1.6 «Containerisierung», etwa sichere Images und Container ohne Privilegien, und APP.4.4 «Kubernetes», etwa Separierung der Netze und automatisierte Auditierung der Konfiguration.[13,14,15,16,17,18,12]

Häufige Fehlannahme. «Container sind isoliert, also sicher.» Container teilen sich den Kernel des Knotens, und ohne Netzwerkrichtlinie darf jeder Pod mit jedem anderen sprechen; Isolation entsteht erst durch Härtung, Richtlinien und Überwachung.

Quellen: [1] trivy.dev · [2] anchore.com · [3] kyverno.io · [4] kubernetes.io · [5] cortex-docs.paloaltonetworks.com · [6] kubernetes.io · [7] kyverno.io · [8] kubernetes.io · [9] falco.org · [10] learn.microsoft.com · [11] snyk.io · [12] bsi.bund.de · [13] opensecurityarchitecture.org · [14] eur-lex.europa.eu · [15] eur-lex.europa.eu · [16] nis-2-directive.com · [17] digital-operational-resilience-act.com · [18] bsi.bund.de

Marktbild

Sechzehn Werkzeuge im Vergleich.

Kubernetes- und Container-Sicherheit verteilt sich über den Lebenszyklus: Images werden im Build und im Registry gescannt, ein Admission Controller entscheidet beim Deployment, KSPM prüft die Cluster-Konfiguration, Netzwerkrichtlinien begrenzen den Verkehr zwischen Pods, und Sensoren überwachen Container zur Laufzeit. Drei Produktformen prägen den Markt: Kubernetes-Plattformen, die alle Phasen abdecken, Kubernetes-Module von CNAPP-Anbietern und Werkzeuge, die sich auf Images, SBOM und die Software-Lieferkette konzentrieren. Viele Bausteine sind Open Source: Falco und Kyverno sind CNCF-Projekte mit Status Graduated, Kubescape ist Incubating, Trivy steht unter Apache 2.0, und kommerzielle Produkte wie Red Hat Advanced Cluster Security (Upstream StackRox) und SUSE Security (NeuVector) beruhen auf offenem Code. Netzwerkrichtlinien setzt Kubernetes nur mit einem Netzwerk-Plugin durch, das sie unterstützt; Anbieter wie Tigera mit Calico bauen darauf Segmentierung, Richtlinienstufen und Bedrohungserkennung im Netz auf. Bei den Eigentumsverhältnissen ist vor allem relevant, dass Wiz seit 11.03.2026 zu Google gehört und Palo Alto Networks am 13.02.2025 Cortex Cloud als nächste Version von Prisma Cloud vorgestellt hat; die selbst betriebene Prisma Cloud Compute Edition wird weiter gepflegt (Release 34.05 vom 11.10.2026).

Werkzeug
Image-Scan
Admission
Laufzeit
KSPM
Netzwerk
Registry
Open Source
Red Hat Advanced Cluster Security for KubernetesRed Hat
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SUSE Security (NeuVector)SUSE
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Aqua Platform (Kubernetes und Container Security)Aqua Security
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Sysdig Secure (Kubernetes und Container)Sysdig
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Calico (Open Source, Calico Cloud, Calico Enterprise)Tigera
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Cortex Cloud (Kubernetes Security)Palo Alto Networks
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Prisma Cloud Compute EditionPalo Alto Networks
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Wiz (Container und Kubernetes Security)Wiz (Google)
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Microsoft Defender for ContainersMicrosoft
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Snyk ContainerSnyk
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Anchore EnterpriseAnchore
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JFrog XrayJFrog
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KubescapeKubescape (CNCF, von ARMO initiiert)
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TrivyAqua Security (Open Source)
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KyvernoKyverno (CNCF)
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FalcoFalco (CNCF, Open Source)
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Image-Scan: Image-Scan · Admission: Admission Control · Laufzeit: Laufzeitschutz · KSPM: Kubernetes-Posture/KSPM · Netzwerk: Netzwerkrichtlinien · Registry: Registry-Scan · Open Source: Open Source. ● = auf offizieller Hersteller- oder Projektseite beschrieben, – = nicht belegt (nicht zwingend nicht vorhanden). Auswahl nicht abschliessend, keine Rangliste. Stand: Oktober 2026.

Kubernetes-Sicherheitsplattform
01

Red Hat Advanced Cluster Security for Kubernetes

Red Hat

  • Self-Managed (Teil von OpenShift Platform Plus) oder Managed Cloud Service über AWS Marketplace; Upstream StackRox unter Apache 2.0
  • Primär
Abdeckung

Kubernetes-native Plattform für Anwendungen und die Plattform darunter; mit Advanced Cluster Security for Virtualization auch für VMs unter Red Hat OpenShift Virtualization Engine.

Funktionsweise

Kontinuierlicher Container-Scan über Anbindung an CI/CD-Pipelines und Image-Registries; Richtlinien wirken beim Deployment und zur Laufzeit.

Erkennung und Schutz

Riskante Workloads werden über Deploy-Time- und Laufzeitrichtlinien blockiert; KSPM härtet die Cluster.

Integration

Ein Netzwerkgraph zeigt Verbindungen; daraus lassen sich Netzwerkrichtlinien erzeugen und vor dem Anwenden simulieren.

Betrieb und Daten

Automatisierte Compliance-Prüfungen gegen CIS, NIST, PCI und HIPAA; Upstream-Projekt StackRox unter Apache 2.0.

Einsatz

OpenShift-Umgebungen und gemischte Kubernetes-Landschaften, die Sicherheit selbst betreiben wollen.

Stärke

Deckt Build, Deployment, Laufzeit und Netzwerkrichtlinien in einer Kubernetes-nativen Plattform ab.

Grenze

Die Hinweise zu Abhängigkeiten in StackRox gelten laut Projektseite für das Red-Hat-Produkt und sind mit dem Upstream-Projekt nicht getestet.

Offizielle Produktseite →

02

SUSE Security (NeuVector)

SUSE

  • Open Source (Apache 2.0), Self-Hosted auf Kubernetes, OpenShift, Rancher Prime, Docker, auch air-gapped
  • Primär
Abdeckung

Container, Hosts und Orchestrierungsplattformen; läuft auf AWS, Azure und Google Cloud und integriert sich mit Rancher und OpenShift.

Funktionsweise

Schwachstellen-Scan und Admission Control in Build, Test und Deployment sowie Scan laufender Container und Hosts; Registry-Scan unter anderem für Harbor, Amazon ECR und Google GCR.

Erkennung und Schutz

Erkennt und blockiert Netzwerk-, Zero-Day- und Anwendungsangriffe in Echtzeit; eine Layer-7-Container-Firewall trennt Container- und Pod-Paare.

Integration

Admission Control mit Sigstore Cosign und Konfigurationsprüfung von Kubernetes-Ressourcen; Syslog, Webhooks, LDAP und SAML.

Betrieb und Daten

Audits nach Docker Bench und CIS Kubernetes Benchmark mit Berichten für PCI DSS, HIPAA und GDPR; Code unter Apache 2.0.

Einsatz

Rancher- und Kubernetes-Umgebungen, auch abgeschottete, die Zero-Trust-Segmentierung zwischen Pods durchsetzen wollen.

Stärke

Vollständig quelloffen, mit Layer-7-Segmentierung zwischen Pods und Betrieb auch air-gapped.

Grenze

Die Plattform wird im eigenen Cluster betrieben; Betrieb und Updates liegen beim Kunden.

Offizielle Produktseite →

03

Aqua Platform (Kubernetes und Container Security)

Aqua Security

  • On-Premises, hybrid oder Multi-Cloud, auch air-gapped
  • Primär
Abdeckung

Verwaltete und selbst betriebene Kubernetes-Umgebungen sowie Container über den ganzen Lebenszyklus.

Funktionsweise

Images werden in der Pipeline auf Schwachstellen, Malware und Secrets gescannt; Assurance Policies wirken als Freigabetor vor dem Deployment.

Erkennung und Schutz

Laufzeitrichtlinien verhindern Drift und erkennen Angriffe; Kubernetes Assurance Policies nutzen OPA mit Rego-Regeln für die Zulassung.

Integration

Eine identitätsbasierte Firewall setzt Netzwerkregeln innerhalb und zwischen Clustern durch und arbeitet mit Calico, Weave, Flannel und Contiv.

Betrieb und Daten

Prüfung nach CIS Kubernetes Benchmark mit über 100 Checks und täglichen Scans auf Basis des Open-Source-Werkzeugs kube-bench; Betrieb auch air-gapped.

Einsatz

Regulierte Container-Plattformen, die Freigabe, Laufzeit und Netzwerk mit einer Plattform steuern wollen.

Stärke

Freigabe, Drift Prevention und Segmentierung in einer Plattform, auch ohne Internetverbindung.

Grenze

Den Scan direkt in Registries beschreiben die Kubernetes- und Container-Seiten nicht; Registries deckt das Open-Source-Werkzeug Trivy ab.

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04

Sysdig Secure (Kubernetes und Container)

Sysdig

  • SaaS; Agent und Admission Controller im Cluster
  • Primär
Abdeckung

Kubernetes-Knoten unter Linux und Windows, Hosts, Registries und Serverless-Container.

Funktionsweise

Ein Admission Controller prüft Anfragen nach Authentisierung und Autorisierung und blockiert nicht konforme Workloads und verwundbare Images vor dem Deployment.

Erkennung und Schutz

Laufzeiterkennung auf Basis der Falco-Referenzbibliothek; Posture-Richtlinien sind an CIS und NIST ausgerichtet.

Integration

Registry-Scan unter anderem für AWS ECR, Azure ACR, Google Artifact Registry, Harbor, Quay.io und JFrog Artifactory; CLI-Scanner für Pipelines.

Betrieb und Daten

SaaS; Sysdig Network Security verfolgt den Ein- und Ausgangsverkehr jedes Pods, das Network Security Policy Tool erzeugt daraus Kubernetes Network Policies.

Einsatz

Kubernetes-Plattformen, die Zulassung, Laufzeit und Schwachstellen in einem Produkt mit Falco-Regeln verbinden wollen.

Stärke

Laufzeiterkennung auf Basis von Falco, kombiniert mit Admission Control und Registry-Scan.

Grenze

Die erzeugten Kubernetes Network Policies setzt das Netzwerk-Plugin des Clusters durch; die Netzwerkfunktion beschreibt die Doku in einem eigenen Abschnitt Netzwerk.

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05

Calico (Open Source, Calico Cloud, Calico Enterprise)

Tigera

  • Calico Open Source (Apache 2.0); Calico Enterprise Self-Managed oder Calico Cloud als SaaS
  • Primär
Abdeckung

Netzwerk und Netzwerksicherheit für Kubernetes mit mehreren Data Planes, WireGuard-Verschlüsselung, BGP und VXLAN.

Funktionsweise

Calico Network Policies steuern Verkehr auf L3/L4 und L7, mit Richtlinienstufen, Deny-Regeln, DNS-Namen und IP-Bereichen.

Erkennung und Schutz

Netzbasierter Laufzeitschutz: IDS/IPS auf Workload-Ebene blockiert bösartige IPs und Domains anhand von Threat-Intelligence; dazu WAF und DDoS-Erkennung je Workload.

Integration

Mikrosegmentierung begrenzt laterale Bewegung, Namespaces lassen sich automatisch isolieren; erhältlich über die Marktplätze von Azure, AWS und Google Cloud.

Betrieb und Daten

Compliance-Berichte für PCI DSS, HIPAA, GDPR, SOC 2, NIST und CCPA mit fortlaufender Überwachung.

Einsatz

Cluster, die Netzwerkrichtlinien und Segmentierung zwischen Pods durchsetzen und dokumentieren müssen.

Stärke

Netzwerkrichtlinien vom offenen Plugin bis zur verwalteten Plattform aus einer Hand.

Grenze

Image-Scan, Admission Control und Prozessüberwachung im Container beschreibt die Calico-Cloud-Seite nicht; der Schutz setzt im Netz an.

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06

Prisma Cloud Compute Edition

Palo Alto Networks

  • Selbst betrieben (Console und Defender im eigenen Cluster), auch ohne Internetverbindung
  • Primär
  • selbst betriebene Ausgabe von Prisma Cloud Compute (früher Twistlock)
Abdeckung

Kubernetes, OpenShift, ECS, GKE und Tanzu Application Service über Orchestrator-Defender auf jedem Knoten; CIS-Prüfungen für Kubernetes, OpenShift, GKE, EKS und AKS.

Funktionsweise

Console und Defender laufen in der eigenen Umgebung; die Defender werden als DaemonSet auf jeden Knoten des Clusters verteilt.

Erkennung und Schutz

Der Laufzeitschutz erkennt etwa Prozesse, die nicht zum ursprünglichen Image gehören, unerwartete Netzwerk-Sockets und Malware im Workload.

Integration

Admission-Regeln in Rego (Open Policy Agent) erlauben oder verweigern Pods, wahlweise mit Alarm oder Blockieren.

Betrieb und Daten

Registry-Scan unter anderem für Amazon ECR, Azure Container Registry, Google Artifact Registry, Harbor, JFrog Artifactory, Quay und die OpenShift-Registry; Images, Hosts und Funktionen werden laufend auf Schwachstellen geprüft.

Einsatz

Organisationen, die Kubernetes in Umgebungen ohne Internetverbindung betreiben oder ihre Sicherheitsdaten vollständig selbst halten wollen.

Stärke

Kubernetes-Schutz von der Registry bis zur Laufzeit mit eigener Console, auch ohne Internetverbindung.

Grenze

Console, Defender und Updates betreibt die Organisation selbst; die Durchsetzung von Netzwerkregeln zwischen Containern (CNNS) ist laut Hersteller abgekündigt, Radar zeigt Verbindungen nur an.

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Kubernetes-Modul einer CNAPP
07

Cortex Cloud (Kubernetes Security)

Palo Alto Networks

  • SaaS (Cortex Cloud), Kubernetes-Connector und Admission Controller
  • Ergänzend
  • am 13.02.2025 als nächste Version von Prisma Cloud vorgestellt (zusammengeführt mit Cortex CDR)
Abdeckung

Cluster, Namespaces, Knoten und Workloads; CIS Benchmarks für verwaltete und selbst betriebene Kubernetes-Distributionen.

Funktionsweise

KSPM erkennt Fehlkonfigurationen mit eingebauten und eigenen Regeln und übernimmt Ergebnisse des Schwachstellen-, Malware- und Secrets-Scans.

Erkennung und Schutz

Der Laufzeitschutz überwacht Cluster-Aktivität auf bösartiges Verhalten, Zero-Day-Angriffe und unautorisierte Änderungen; Reaktion über die Plattform.

Integration

Der Admission Controller fängt Anfragen an den API-Server vor dem Speichern ab und erzwingt Zugriffsregeln, Image Assurance und Sicherheitskonfiguration.

Betrieb und Daten

Registry-Scan für Amazon ECR, Azure ACR, Google Artifact Registry und OCI Artifact Registry; Richtlinien werden zentral verwaltet.

Einsatz

Organisationen mit Cortex Cloud, die Kubernetes in dieselbe Posture- und SOC-Sicht aufnehmen wollen.

Stärke

Kubernetes-Posture, Admission Control und Laufzeit hängen an derselben Plattform wie Cloud-Posture und SOC.

Grenze

Netzwerkrichtlinien zwischen Pods beschreibt die Kubernetes-Doku-Seite nicht.

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08

Wiz (Container und Kubernetes Security)

Wiz (Google)

  • SaaS; Admission Controller und Sensor im Cluster
  • Ergänzend
  • seit 11.03.2026 Teil von Google Cloud (Übernahme abgeschlossen), Marke bleibt
Abdeckung

Container, Images, Registries und verschiedene Kubernetes-Setups.

Funktionsweise

Images werden mit Wiz Guardrails und Registry-Scan geprüft; laufende Container agentenlos analysiert.

Erkennung und Schutz

Der Sensor liefert Bedrohungserkennung in Echtzeit; der Wiz Admission Controller blockiert riskante Ressourcen und Images.

Integration

Automatisches KSPM mit fortlaufender Überwachung, Compliance-Bewertung sowie eingebauten und eigenen Regeln.

Betrieb und Daten

Befunde fliessen in den Wiz Security Graph, der etwa aus dem Internet erreichbare Container sichtbar macht.

Einsatz

Organisationen mit Wiz für Cloud-Posture, die Kubernetes im selben Risikobild bewerten wollen.

Stärke

Kubernetes-Befunde werden mit Cloud-Konfiguration und Exposition im selben Graph verknüpft.

Grenze

Netzwerkrichtlinien zwischen Pods sind auf der Container- und Kubernetes-Seite nicht beschrieben.

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09

Microsoft Defender for Containers

Microsoft

  • SaaS (Azure); Sensor und Admission Controller im Cluster
  • Ergänzend
Abdeckung

Kubernetes-Cluster, Knoten, Workloads, Registries und Images in Multi-Cloud- und On-Prem-Umgebungen.

Funktionsweise

Agentenlose Schwachstellenprüfung von Registry-Images, laufenden Containern und Knoten mit täglichem Rescan; Befunde werden signiert dem Image zugeordnet.

Erkennung und Schutz

Sensor und Auswertung der Kubernetes-Audit-Logs erkennen etwa exponierte Dashboards, privilegierte Rollen und sensible Mounts; Abbildung auf MITRE ATT&CK.

Integration

Gated Deployment blockiert oder protokolliert Images, die die Schwachstellenrichtlinie verletzen; Azure Policy für Kubernetes kann privilegierte Container verhindern.

Betrieb und Daten

Agentenlose Discovery und Posture-Überwachung über Cloud- und Kubernetes-APIs mit Empfehlungen für Control Plane und Data Plane.

Einsatz

AKS-Nutzer und Organisationen mit Defender for Cloud, die Cluster in mehreren Clouds abdecken wollen.

Stärke

Agentenloser Image-Scan, Laufzeit und Zulassungskontrolle sind im Defender-Portal und in Defender XDR verbunden.

Grenze

Alarme entstehen erst für Aktionen nach der Aktivierung; die unterstützten Kubernetes-Plattformen regelt eine separate Support-Matrix.

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Image- und Lieferkettenprüfung
10

Snyk Container

Snyk

  • SaaS
  • Primär
Abdeckung

Container-Images einschliesslich Open-Source-Paketen in Basis-Images und Dockerfile-Befehlen.

Funktionsweise

Scan in CI/CD-Pipelines während Build und Test sowie in Pull Requests; Befunde verweisen auf die betroffenen Dockerfile-Befehle.

Erkennung und Schutz

Empfiehlt alternative Basis-Images und aktualisiert sie auf Wunsch automatisch, um Schwachstellen zu beheben.

Integration

Registries wie Docker Hub, Amazon ECR, Azure ACR, Google GCR, JFrog Artifactory, VMware Harbor und Red Hat Quay.

Betrieb und Daten

Überwachung nach dem Deployment erkennt neue und geänderte Workloads in Kubernetes-Clustern und meldet unsichere Einstellungen; Laufzeitschutz über eine Partnerschaft mit Sysdig.

Einsatz

Entwicklungsteams, die Schwachstellen in Images dort beheben wollen, wo sie entstehen.

Stärke

Behebung im Entwicklerablauf mit konkreten Empfehlungen für Basis-Images.

Grenze

Admission Control ist auf der Produktseite nicht genannt, und Laufzeitschutz kommt über einen Partner.

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11

Anchore Enterprise

Anchore

  • Self-Hosted (Kubernetes per Helm, Docker Compose), auch air-gapped
  • Primär
Abdeckung

SBOM bei jedem Commit, Build und Deployment mit Abhängigkeiten, Dateimetadaten und Lizenzen in den Formaten Syft, CycloneDX und SPDX.

Funktionsweise

Laufender Scan auf Schwachstellen, Secrets und Malware, auch für neue Schwachstellen in bestehenden SBOMs ohne Zugriff auf das ursprüngliche Artefakt.

Erkennung und Schutz

Priorisierung nach CVSS, EPSS und CISA KEV; Richtlinienpakete für NIST, FedRAMP und DISA; eigene Regeln als versionierbares JSON.

Integration

Integrationen mit Amazon ECR, Azure ACR, Google GCR und Harbor mit Überwachung von Repositories auf neue Images; Integration als Kubernetes Admission Controller.

Betrieb und Daten

Laufzeitinventar der laufenden Images in EKS, ECS, AKS, GKE und OpenShift; Installation per Helm oder Docker Compose, auch air-gapped.

Einsatz

Organisationen mit SBOM- und Nachweispflichten in der Software-Lieferkette, etwa im öffentlichen Sektor.

Stärke

SBOM-zentrierte Prüfung, die neue Schwachstellen auch in älteren Builds nachträglich findet.

Grenze

Zur Laufzeit liefert Anchore ein Inventar laufender Images, keine Angriffserkennung im Container.

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12

JFrog Xray

JFrog

  • SaaS (JFrog Cloud) oder Self-Hosted, auch hochverfügbar
  • Ergänzend
Abdeckung

Repositories, Build-Pakete und Container-Images über den Entwicklungszyklus.

Funktionsweise

Tiefer, rekursiver Scan analysiert alle Schichten eines Images und identifiziert jede Komponente.

Erkennung und Schutz

Eigene Richtlinien blockieren Pakete nach Risikofaktoren wie Versionsalter, Anzahl Mitwirkender und End-of-Life-Status.

Integration

Artefakte werden beim Hochladen in Artifactory geprüft; Xray ist Teil der Abonnements Pro X, Enterprise X und Enterprise+.

Betrieb und Daten

SaaS mit 99,99 % Verfügbarkeitszusage oder Self-Hosted in Hochverfügbarkeits-Clustern.

Einsatz

Organisationen, die Artifactory als zentrales Registry nutzen und Images vor der Verteilung prüfen wollen.

Stärke

Prüfung direkt im zentralen Artefakt-Repository, bevor Images verteilt werden.

Grenze

Xray setzt Artifactory voraus; Kubernetes-Laufzeit und Admission Control beschreibt die Produktseite nicht.

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Open Source
13

Kubescape

Kubescape (CNCF, von ARMO initiiert)

  • Open Source (Apache 2.0), Self-Hosted
  • Primär
Abdeckung

Open-Source-Plattform für Kubernetes mit Konfigurationsscan, Schwachstellenbewertung, Richtliniendurchsetzung und Laufzeiterkennung.

Funktionsweise

Prüft gegen CIS Benchmarks, NSA-CISA, MITRE ATT&CK, SOC 2 und weitere Frameworks; für den Image-Scan nutzt es Grype.

Erkennung und Schutz

Laufzeitüberwachung erkennt verdächtige Aktivität in Clustern; die eBPF-Komponente ist Inspektor Gadget.

Integration

Prüft Vorhandensein und Korrektheit von Netzwerkrichtlinien und Seccomp-Profilen; die Doku beschreibt das Erzeugen von Netzwerkrichtlinien.

Betrieb und Daten

CNCF-Projekt im Status Incubating, ursprünglich von ARMO entwickelt.

Einsatz

Plattform-Teams, die Kubernetes-Posture und Laufzeit lizenzkostenfrei und nachvollziehbar prüfen wollen.

Stärke

Posture, Image-Scan, Netzwerkrichtlinien und Laufzeit in einem offenen Projekt.

Grenze

Admission Control beschreibt die Projektseite nicht; Betrieb und Alarmverarbeitung liegen beim Anwender.

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14

Trivy

Aqua Security (Open Source)

  • Open Source (Apache 2.0), CLI und Pipeline
  • Primär
Abdeckung

Container-Images, Dateisysteme, Git-Repositories, Kubernetes-Cluster und Registries.

Funktionsweise

Scanner für Schwachstellen, Fehlkonfigurationen in Infrastrukturcode, Secrets, SBOM und Lizenzen.

Erkennung und Schutz

Findet bekannte Schwachstellen (CVEs) und Fehlkonfigurationen, bevor Images oder Manifeste ausgerollt werden.

Integration

In Go geschrieben und als einzelnes Werkzeug in Pipelines und Entwicklerumgebungen einsetzbar; Partner-Ökosystem über Partner Connect.

Betrieb und Daten

Open Source von Aqua Security unter Apache 2.0; eine Premium-Variante bietet Aqua in seiner Plattform an.

Einsatz

Teams, die einen breiten, lizenzkostenfreien Scanner für Images und Kubernetes in CI/CD einsetzen wollen.

Stärke

Ein Werkzeug für Images, Registries, Infrastrukturcode und Kubernetes-Cluster.

Grenze

Trivy prüft und meldet; Durchsetzung beim Deployment und Laufzeitschutz übernehmen andere Komponenten.

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15

Kyverno

Kyverno (CNCF)

  • Open Source (Apache 2.0), Self-Hosted im Cluster
  • Ergänzend
Abdeckung

Policy Engine für Kubernetes, inzwischen auch für andere JSON-Daten wie Terraform und Cloud-Ressourcen.

Funktionsweise

Richtlinien in YAML und CEL, verwaltet als Kubernetes-Ressourcen; Durchsetzung als Admission Controller, per CLI und zur Laufzeit.

Erkennung und Schutz

Validiert, verändert, erzeugt oder bereinigt beliebige Kubernetes-Ressourcen.

Integration

Prüft Signaturen und Metadaten von Images mit Sigstore Cosign und Notary für die Lieferkette.

Betrieb und Daten

CNCF-Projekt mit Status Graduated; Ergebnisse im Format OpenReport, Ausnahmen und Testwerkzeuge für Richtlinien.

Einsatz

Plattform-Teams, die Leitplanken wie Pod Security, Pflicht-Labels oder signierte Images ohne eigene Programmiersprache durchsetzen wollen.

Stärke

Richtlinien als Kubernetes-Ressourcen, die Teams ohne zusätzliche Sprache lesen und pflegen können.

Grenze

Kyverno setzt Richtlinien durch; Schwachstellen-Scan und Angriffserkennung gehören zu anderen Werkzeugen.

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16

Falco

Falco (CNCF, Open Source)

  • Open Source (Apache 2.0), Self-Hosted
  • Primär
Abdeckung

Laufzeitsicherheit für Hosts, Container, Kubernetes und Cloud-Umgebungen.

Funktionsweise

eBPF überwacht Systemaktivität auf Kernel-Ebene; Plugins erweitern die Quellen um Dienste wie AWS CloudTrail, GitHub und Okta.

Erkennung und Schutz

Mitgelieferte, anpassbare Regeln erkennen auffälliges Verhalten in Containern und auf Hosts.

Integration

Alarme im JSON-Format lassen sich an über 50 Drittsysteme wie SIEMs weiterleiten und in Reaktionsabläufe einbinden.

Betrieb und Daten

CNCF-Projekt mit Status Graduated; Regelpflege und Alarmverarbeitung liegen beim Anwender.

Einsatz

Kubernetes-Plattformen, die Laufzeiterkennung mit offenen Regeln in bestehende SOC-Abläufe einbinden wollen.

Stärke

Offenes Regelwerk für Laufzeiterkennung, das etwa Sysdig Secure als Referenzbibliothek nutzt.

Grenze

Falco erkennt und meldet; Image-Scan, Admission Control und Blockieren übernehmen andere Komponenten.

Offizielle Produktseite →

Weitere Kandidaten

Weitere Anbieter

Kurz eingeordnet, ausserhalb der Vergleichsmatrix.

  • Docker Scout: Image-Analyse mit SBOM und Richtlinien belegt, Admission Control, Laufzeit und KSPM auf der Doku-Startseite nicht beschrieben
  • GitLab Container Scanning: Pipeline-Funktion einer DevSecOps-Plattform
  • Clair (Quay): Open-Source-Image-Scanner
  • RapidFort: Schwerpunkt Härtung und Verkleinerung von Images
  • kube-bench (Aqua, Open Source): prüft Cluster gegen den CIS Kubernetes Benchmark; in Aqua Platform integriert
  • OPA Gatekeeper, Kubewarden, Cilium/Tetragon: Open-Source-Bausteine für Admission Control, Netzwerk und Laufzeit
  • CrowdStrike, SentinelOne, Check Point: Kubernetes-Funktionen in deren Cloud-Plattformen; hier nicht separat geprüft, siehe CWPP
Fehlermodi
  • Ein sicher gescanntes Image läuft mit überprivilegiertem Service Account.
  • Admission Policies werden ohne Ausnahme- und Rollbackweg aktiviert.
  • Cluster, Namespaces oder kurzlebige Workloads fehlen im Inventar.
Pilot

Teste einen privilegierten Pod, eine riskante ClusterRole, ein offenes Netzwerksegment, ein verwundbares Image und einen verdächtigen Laufzeitprozess. Jeder Befund muss auf Namespace, Workload und Owner zurückführbar sein.

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Security Tool Navigator · Gebiet 06

Im Gebiet Cloud und Infrastructure Security einordnen.

Diese Werkzeugklasse gehört zum Gebiet Cloud und Infrastructure Security. Der Gebietshub zeigt, wie die Werkzeugklassen zusammenwirken, wo sie sich abgrenzen und welche Fragen CIO und CISO jeweils klären.