Security Tool Navigator · Gebiet 13

Wenn Angriffe
Anlagen treffen.

OT, IoT und Cyber-Physical Security schützt Steuerungen, Anlagen und vernetzte Geräte, deren Ausfall physische Folgen hat. In der OT gehen Verfügbarkeit und Sicherheit von Menschen vor. Systeme laufen oft jahrzehntelang, Patches sind nur in Wartungsfenstern und mit Herstellerfreigabe möglich, und aktive Scans können stören. Die Werkzeugklassen arbeiten deshalb meist passiv.

01 Inventar02 Netz03 Erkennung04 Schwachstelle05 Zugang
Entscheidungsmodell

Drei Ebenen, 8 Werkzeugklassen.

Eine Plattform kann mehrere Ebenen abdecken. Für die Auswahl zählt, welche Aufgabe sie verlässlich erfüllt und wer die Ergebnisse verantwortet.

Ebene 01 · Sehen

Anlagen und Geräte kennen.

OT Asset Discovery und IoT Device Security erfassen Steuerungen und Geräte, meist passiv aus dem Netzverkehr.

Ebene 02 · Überwachen

Abweichungen im Prozess erkennen.

OT Network Monitoring und OT Detection erkennen ungewöhnliche Befehle und Verbindungen in Industrieprotokollen.

Ebene 03 · Absichern

Schwachstellen und Zugänge kontrollieren.

Industrial Vulnerability Management, Firmware Security und Cyber-Physical Exposure bewerten Risiken nach Auswirkung auf den Prozess. OT Remote Access kontrolliert Fernwartung.

Werkzeugklassen

Alle Werkzeugklassen im Gebiet.

13.01

OT Asset Discovery

OT-Asset-Discovery-Werkzeuge im Vergleich: industrielle Steuerungssysteme zuverlässig erkennen und inventarisieren.

OT Asset Discovery einordnen

13.03

OT Detection

Diese Klasse erkennt verdächtige oder betrieblich ungewöhnliche Kommunikations- und Prozessmuster.

OT Detection einordnen

13.04

IoT Device Security

IoT Device Security im Werkzeugvergleich: Sicht, Segmentierung und Kontrolle für vernetzte Geräte wie Medizin-, Gebäude- und Sensortechnik.

IoT Device Security einordnen

13.05

Firmware Security

Firmware Security im Werkzeugvergleich: Firmware in Geräten und Embedded Systems auf Herkunft, bekannte Schwächen, Signaturen und sichere Updates prüfen.

Firmware Security einordnen

13.06

Industrial Vulnerability Management

Industrial Vulnerability Management verbindet bekannte Schwachstellen mit Anlagenbestand, Firmware, Prozesskritikalität, Exploit-Lage und realistischen Wartungsfenstern.

Industrial Vulnerability Management einordnen

13.07

Cyber-Physical Exposure

Cyber-Physical Exposure im Werkzeugvergleich: digitale Schwachstellen nach ihrer Auswirkung auf Anlagen, Produktion und Sicherheit priorisieren.

Cyber-Physical Exposure einordnen

13.08

OT Remote Access

OT Remote Access steuert, wer wann und über welchen kontrollierten Pfad auf Anlagen, Engineering-Stationen oder Wartungssysteme zugreift.

OT Remote Access einordnen

Führungsverantwortung

CIO und CISO entscheiden nicht dasselbe.

CISO: Schutzwirkung

Der CISO braucht eine gemeinsame Sprache mit der Produktion und eine Sicht auf OT-Risiken.

  • Welche Anlagen sind aus der IT oder dem Internet erreichbar?
  • Wer darf Fernwartung freigeben?
  • Wie wird ein Vorfall in der Produktion gemeldet?

CIO: Betriebsfähigkeit

Der CIO und die Produktionsleitung verantworten Verfügbarkeit und Schnittstellen zwischen IT und OT.

  • Wo genau verläuft die Trennung zwischen IT und OT?
  • Welche Systeme dürfen nicht gepatcht werden?
  • Wer betreibt die Werkzeuge im Werk?
Abgrenzung

Was dieses Gebiet nicht abdeckt.

OT Security deckt Anlagen mit physischer Wirkung ab. Network Security schützt die IT-Netze, Asset, Vulnerability und Exposure die IT-Systeme, und Resilience plant den Wiederanlauf auch der Produktion.

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Quellen, Stand und Grenzen

Orientierung, keine Produktempfehlung.

Die Einordnung stützt sich auf Standards, Rahmenwerke und Rechtsgrundlagen. Produktangaben stehen auf den einzelnen Werkzeugseiten.

Stand: 10. Oktober 2026 · Nächste planmässige Prüfung: 10. Januar 2027 · Produktangaben und regulatorische Anwendbarkeit sind vor einer konkreten Entscheidung erneut zu prüfen.