Disaster Recovery | STOP.LI

STOP.LI · 11 Resilience und Recovery · Werkzeugvergleich

Disaster Recoveryund Recovery Testing.

Disaster Recovery bringt priorisierte Anwendungen an einem alternativen Ort oder in einer alternativen Cloud wieder in Betrieb. Es ordnet Abhängigkeiten, Startreihenfolge, Netz, Identität und Rückkehr in den Normalbetrieb. Diese Seite fasst Disaster Recovery und Recovery Testing zusammen, weil ein DR-Plan erst durch regelmässige, nachweisbare Tests belastbar wird.

Marktbild: DR reicht von Cloud-Replication bis zu orchestrierten Multi-Application-Runbooks. Belastbar wird der Plan erst durch Tests in einer isolierten Umgebung, nicht schon durch replizierte VMs.

Wofür einsetzen

Den Betrieb
vorbereiten.

Wenn Service-RTO und RPO technisch unterlegt werden müssen und ein Ausfall eines Standorts, einer Plattform oder eines kritischen Dienstes abgefedert werden soll.

Abgrenzung

DR ist nicht BCM: Es stellt ICT-Fähigkeiten wieder her. Ersatzprozesse, Personal, Standorte und Krisenentscheidungen gehören in den BCM-Rahmen.

Marktbild

Elf Werkzeuge im Vergleich.

Disaster Recovery wird 2026 von drei Anbietergruppen bedient: Hyperscaler mit eigenen DR-Diensten für die Wiederherstellung in ihre Cloud (Azure Site Recovery, AWS Elastic Disaster Recovery), Virtualisierungs- und Infrastrukturplattformen mit integrierter Replikation und Recovery-Plänen (VMware Live Recovery von Broadcom, Nutanix Disaster Recovery) sowie Daten- und Replikationsspezialisten, die Replikation oder Backup mit orchestriertem Failover, Failback und isolierten Tests verbinden (HPE Zerto, Veeam, Commvault, OpenText, Acronis). Die Konsolidierung zeigt sich in der Übernahme von VMware durch Broadcom (Abschluss 22.11.2023) und der von EQT am 07.08.2024 angekündigten Mehrheitsbeteiligung an Acronis. Für Container-Workloads gibt es Kubernetes-spezifische DR-Werkzeuge, als Open Source steht mit DRBD von LINBIT (Wien) eine Replikationsschicht für Linux zur Verfügung; Acronis (Schaffhausen) und LINBIT bringen DACH-Bezug. Nicht-disruptive Testfailover gehören bei den meisten aufgenommenen kommerziellen Produkten zum belegten Funktionsumfang; den fachlichen Servicenachweis mit Service-Owner und Abnahme ersetzen sie nicht.

Werkzeug
Replikation
Runbooks
DR-Test
Cloud-Ziel
Plattformen
Nachweis
Failback
Azure Site RecoveryMicrosoft
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AWS Elastic Disaster Recovery (AWS DRS)Amazon Web Services
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VMware Live Recovery (Site Recovery Manager)Broadcom (VMware)
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HPE Zerto SoftwareHewlett Packard Enterprise (Zerto)
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Veeam Recovery Orchestrator (Veeam Data Platform Premium)Veeam Software
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Commvault Cloud Auto Recovery und Cloud RewindCommvault
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Nutanix Disaster RecoveryNutanix
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OpenText AvailabilityOpenText
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Acronis Disaster Recovery (Add-on zu Acronis Cyber Protect)Acronis
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Portworx Disaster RecoveryEverpure (Portworx)
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DRBD mit DRBD Proxy (LINBIT DR)LINBIT
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Replikation: kontinuierliche oder near-synchrone Replikation · Runbooks: orchestrierte Failover-Runbooks · DR-Test: nicht-disruptive DR-Tests · Cloud-Ziel: Cloud als DR-Ziel · Plattformen: mehrere Hypervisoren oder Plattformen · Nachweis: RPO/RTO- oder Testnachweise · Failback: Rückführung nach dem Failover. ● = auf offizieller Hersteller- oder Projektseite beschrieben, – = nicht belegt (nicht zwingend nicht vorhanden). Auswahl nicht abschliessend, keine Rangliste. Stand: Oktober 2026.

Hyperscaler-Dienst
01

Azure Site Recovery

Microsoft

  • SaaS (Azure-Dienst); Replikationsappliance On-Premises für VMware und physische Server
  • Primär
Abdeckung

Replikation von Azure-VMs zwischen Regionen sowie von On-Premises-VMware- und Hyper-V-VMs und physischen Windows- und Linux-Servern nach Azure.

Schutzmechanismus

Kontinuierliche Replikation für Azure-VMs und VMware-VMs; Failover und Failback werden im Azure-Portal gesteuert.

Integration

Recovery Plans gruppieren VMs, legen die Startreihenfolge mehrstufiger Anwendungen fest und lassen sich um Skripte, manuelle Schritte und Azure-Automation-Runbooks ergänzen.

Betrieb und Daten

Testfailover (DR-Drill) laufen laut Microsoft ohne Einfluss auf laufende Replikation und Produktion; empfohlen wird ein vom Produktionsnetz isoliertes Testnetz.

Stärke

Replikation, Recovery Plans und Testfailover für hybride Workloads sind ohne eigenes Ausweichrechenzentrum aus einem Dienst nutzbar.

Grenze

Ziel ist Azure; ein eigener RPO/RTO-Testnachweis als Bericht ist auf den abgerufenen Seiten nicht beschrieben, die Funktion für Azure Extended Zones ist laut Microsoft in Vorschau.

Offizielle Produktseite →

02

AWS Elastic Disaster Recovery (AWS DRS)

Amazon Web Services

  • SaaS (AWS-Dienst), Replikationsagent auf den Quellservern
  • Primär
Abdeckung

Wiederherstellung von On-Premises-Servern, cloud-basierten Servern und AWS-Workloads in eine gewählte AWS-Region.

Schutzmechanismus

Blockbasierte Replikation in einen kostengünstigen Staging-Bereich; AWS nennt RPO im Sekunden- und RTO im Minutenbereich sowie Point-in-Time-Recovery.

Integration

Launch-Einstellungen lassen sich gesammelt verwalten; Post-Launch-Actions führen nach dem Start automatisch Schritte wie Konfiguration oder Monitoring-Aktivierung aus.

Betrieb und Daten

Nicht-disruptive Recovery- und Failback-Drills sind vorgesehen; nach der Wiederherstellung kann die Replikation zurück an den Primärstandort laufen.

Stärke

Geringe Standby-Kosten durch Staging-Bereich und Drills ohne Eingriff in die Produktion.

Grenze

Ziel ist ausschliesslich AWS; eine Recovery-Plan-Orchestrierung über mehrere Anwendungen hinweg ist auf den abgerufenen Seiten nicht beschrieben, Abhängigkeiten sind selbst zu modellieren.

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Plattform
03

VMware Live Recovery (Site Recovery Manager)

Broadcom (VMware)

  • On-Premises (Appliance in vSphere / VMware Cloud Foundation)
  • Primär
  • seit 22.11.2023 Teil von Broadcom (Übernahme VMware abgeschlossen)
Abdeckung

Disaster Recovery für virtuelle Maschinen auf vSphere über gepaarte Standorte mit Protection Groups und Recovery Plans.

Schutzmechanismus

Recovery Plans laufen als Test Recovery, Planned Migration oder Disaster Recovery; bei Array-Replikation über Storage Replication Adapter (SRA).

Integration

Netzwerk-Mappings und IP-Anpassungsregeln für den Zielstandort werden im Recovery Plan hinterlegt.

Betrieb und Daten

Nach einem Failover stellt der Reprotect-Workflow die Schutzrichtung um und bereitet die Rückführung vor.

Stärke

Recovery Plans mit Testmodus sind eng in vSphere integriert.

Grenze

Nur für VMware-Umgebungen; Produkt- und Lizenzseite im Abruf nicht auswertbar, Replikationsarten und Cloud-Ziele daher nur aus Broadcom-Knowledge-Base und nicht als Matrixwert belegt; Lizenzmodell seit der Übernahme durch Broadcom geändert prüfen.

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04

Commvault Cloud Auto Recovery und Cloud Rewind

Commvault

  • SaaS und Self-Hosted (Commvault Cloud)
  • Ergänzend
Abdeckung

Auto Recovery für hybride Workloads; Cloud Rewind für die Wiederherstellung kompletter Anwendungen in AWS, Azure und Google Cloud.

Schutzmechanismus

Kontinuierliche und periodische Replikation von Sicherungen und Snapshots zu Recovery-Sites; Commvault nennt RPO unter einer Minute und Hot- und Warm-Site-Optionen.

Integration

Recovery-Orchestrierung mit Pre- und Post-Skripten, etwa für Malware-Scans mit Drittwerkzeugen.

Betrieb und Daten

Wiederherstellungstests in isolierten Umgebungen; Cloud Rewind nennt audit-taugliche Berichte für regulatorische Anforderungen.

Stärke

Deckt On-Premises-Replikation und Cloud-Anwendungswiederherstellung in einer Plattform ab.

Grenze

Zwei getrennte Funktionsbereiche mit eigener Lizenzierung; Failback ist auf den abgerufenen Seiten nicht ausdrücklich beschrieben.

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05

Nutanix Disaster Recovery

Nutanix

  • On-Premises, Public Cloud (NC2) oder über Managed Service Provider
  • Ergänzend
Abdeckung

DR für Workloads auf der Nutanix Cloud Infrastructure, wahlweise zwischen eigenen Standorten, in die Public Cloud oder über Partner.

Schutzmechanismus

Replikation als Sync, NearSync oder Async mit RPO von 0 Minuten bis 24 Stunden; AHV Metro für RPO 0 bei kritischen Anwendungen.

Integration

Recovery Plans und Protection Plans über eine zentrale Verwaltung; granulare Failover einzelner Entitäten.

Betrieb und Daten

Nicht-disruptive, granulare Testfailover zur Validierung des DR-Plans; Failover und Failback werden orchestriert.

Stärke

Replikationsarten von synchron bis asynchron mit integrierten Recovery Plans und Testfailover.

Grenze

An die Nutanix-Plattform gebunden; Test- und RPO-Berichte sind auf der Produktseite nicht beschrieben.

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Replikationsspezialist
06

HPE Zerto Software

Hewlett Packard Enterprise (Zerto)

  • Self-Hosted (On-Premises) und in AWS/Azure
  • Primär
  • Teil von HPE (Übernahme 2021, ausserhalb Prüfzeitraum 2023–2026)
Abdeckung

Schutz und Wiederherstellung für VMware, Microsoft Hyper-V, Microsoft Azure und AWS.

Schutzmechanismus

Continuous Data Protection repliziert Änderungen in Echtzeit; journalbasierte Wiederherstellung auf einen Zeitpunkt kurz vor einem Angriff, Datenverlust laut HPE im Sekundenbereich.

Integration

Automatisierung und Orchestrierung für Wiederherstellung und Migration; Reporting und Analytics werden im Zusammenhang mit Ransomware-Funktionen genannt.

Betrieb und Daten

Recovery-Tests sind laut HPE nicht-disruptiv.

Stärke

Journalbasierte CDP mit sehr kurzen Wiederherstellungspunkten über mehrere Hypervisoren und Clouds.

Grenze

Failback und konkrete RPO/RTO-Testberichte sind auf der abgerufenen HPE-Seite nicht beschrieben; HPE-Website im Direktabruf gesperrt, Inhalt nur über Abrufwerkzeug ausgewertet.

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07

Veeam Recovery Orchestrator (Veeam Data Platform Premium)

Veeam Software

  • Self-Hosted (On-Premises)
  • Primär
Abdeckung

Orchestrierte Wiederherstellung nach VMware vSphere, Microsoft Hyper-V, Azure Local und Microsoft Azure sowie Storage-Failover für NetApp und HPE.

Schutzmechanismus

Replica Plans und CDP Replica Plans mit Failover und Failback, Restore Plans aus Sicherungen sowie Wiederherstellung in Clean-Room-Recovery-Locations.

Integration

DataLabs für isolierte Tests; Berichte lassen sich abonnieren und mit Aufbewahrungsfristen versehen.

Betrieb und Daten

Veeam Data Platform nennt DR-Tests mit audit-tauglichem Reporting; Orchestrierung ist Premium-Funktion.

Stärke

Verbindet Replikation, Restore aus Sicherungen und Testnachweise in einem Orchestrierungswerkzeug.

Grenze

Setzt eine Veeam-Backup-&-Replication-Umgebung voraus und ist Teil der höchsten Edition; Cloud-Ziel laut Dokumentation Azure.

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08

OpenText Availability

OpenText

  • Self-Hosted (Windows- und Linux-Server)
  • Primär
Abdeckung

Hochverfügbarkeit und DR für Windows- und Linux-Systeme auf physischer, virtueller und Cloud-Infrastruktur, auch über gemischte Hypervisoren.

Schutzmechanismus

Asynchrone Replikation auf Byte-Ebene in Echtzeit; Heartbeat-Überwachung löst automatisches Failover aus und passt DNS-Einträge an.

Integration

Bandbreitenbegrenzung, Kompression und Verschlüsselung der Replikation; unterstützt Cloud-Migrationen.

Betrieb und Daten

Prüfung der DR-Bereitschaft durch nicht-disruptive, offline durchgeführte Testläufe; Failover und Failback automatisiert.

Stärke

Serverbezogene Echtzeitreplikation mit automatischem Failover, unabhängig vom Hypervisor.

Grenze

Ansatz pro Server ohne beschriebene anwendungsübergreifende Recovery Plans; Nachweisberichte zu RPO/RTO auf der Produktseite nicht genannt.

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Cloud-DR-Dienst
09

Acronis Disaster Recovery (Add-on zu Acronis Cyber Protect)

Acronis

  • SaaS (Acronis Cloud), Recovery auch nach Azure
  • Ergänzend
  • EQT hat am 07.08.2024 die Übernahme einer Mehrheitsbeteiligung angekündigt (Vollzug nicht geprüft)
Abdeckung

Windows- und Linux-Server, physisch, virtuell und in der Cloud, einschliesslich VMware vSphere und Microsoft Hyper-V; Failover in die Acronis Cloud, für MSP auch nach Azure.

Schutzmechanismus

Basis sind imagebasierte Sicherungen in der Acronis Cloud; RPO-Schwellen lassen sich festlegen und überwachen.

Integration

Runbooks mit geordneten und parallelen Schritten sowie Abschlussprüfungen bringen abhängige Systeme in Reihenfolge online.

Betrieb und Daten

Testfailover in isolierter Umgebung, automatisierte Boot-Prüfungen per Screenshot-Analyse mit Ergebnisbericht; inkrementelles Failback. Acronis hat seinen Hauptsitz in Schaffhausen.

Stärke

DR als Dienst mit Runbooks, geplanten Tests und Failback ohne eigenes Zweitrechenzentrum, auch für KMU und MSP.

Grenze

Wiederherstellung basiert auf Sicherungen statt kontinuierlicher Replikation, das erreichbare RPO hängt vom Sicherungsintervall ab; Datenstandort des Acronis-Rechenzentrums je Region prüfen.

Offizielle Produktseite →

Cloud-nativ / Kubernetes
10

Portworx Disaster Recovery

Everpure (Portworx)

  • Self-Hosted auf Kubernetes-Clustern
  • Primär
  • Hersteller Everpure, vormals Pure Storage (Umbenennung wirksam 23.02.2026); Produktname bleibt «Portworx by Everpure»
Abdeckung

Disaster Recovery für zustandsbehaftete Kubernetes-Anwendungen.

Schutzmechanismus

Synchrone DR mit RPO 0 für Cluster in derselben Metro-Region, asynchrone DR mit begrenztem Datenverlust über grössere Distanzen.

Integration

Teil der Portworx-Plattform mit Portworx Enterprise (Storage) und Portworx Backup; Ökosystem nennt Red Hat OpenShift, SUSE, Amazon EKS, Azure AKS und Google Kubernetes Engine.

Betrieb und Daten

Schnelle Failover zwischen Clustern; die Produktseite weist den Anbieter als «Portworx by Everpure» aus.

Stärke

Synchrone Replikation mit RPO 0 auf Ebene der Kubernetes-Anwendung.

Grenze

Nur für Kubernetes, DR setzt Portworx-Storage voraus; Testfailover, Failback und Berichte sind auf der Produktseite nicht beschrieben.

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Open Source
11

DRBD mit DRBD Proxy (LINBIT DR)

LINBIT

  • Open Source (DRBD, Linux-Kernelmodul); DRBD Proxy und Support kommerziell von LINBIT
  • Primär
Abdeckung

Verteilter, replizierter Blockspeicher für Linux, eingesetzt für Hochverfügbarkeit und standortübergreifende DR.

Schutzmechanismus

Der DRBD-Kerneltreiber spiegelt Schreibvorgänge auf einen oder mehrere Peers, laut DRBD-Benutzerhandbuch asynchron (Protokoll A), semi-synchron (B) oder synchron (C); DRBD Proxy puffert und komprimiert für WAN-Strecken.

Integration

Mehrere Pfade für Bandbreitenbündelung und Link-Failover; LINBIT führt DRBD Reactor und LINBIT HA als ergänzende Produkte für Hochverfügbarkeit.

Betrieb und Daten

LINBIT hat seinen Hauptsitz in Wien; DRBD entstand an der TU Wien.

Stärke

Offene, hypervisorunabhängige Replikationsschicht auf Blockebene mit synchronem Modus.

Grenze

Replikationsbaustein ohne eigene DR-Runbooks, Testfailover oder Nachweisberichte; Orchestrierung und Tests müssen selbst aufgebaut werden; Lizenz (GPL) nur aus Sekundärwissen, im Abruf nicht belegt.

Offizielle Produktseite →

Weitere Kandidaten

Weitere Anbieter

Kurz eingeordnet, ausserhalb der Vergleichsmatrix.

  • Rubrik Security Cloud (Orchestrated Application Recovery): orchestrierte Anwendungswiederherstellung in Rubrik Security Cloud; Schwerpunkt Klasse Ransomware Recovery
  • Druva Resilience Cloud: Schwerpunkt Backup als Dienst
  • ServiceNow Business Continuity Management: Testplanung und Evidenz, keine technische Replikations- oder Failover-Engine; gehört zur Klasse BCM
  • IBM Storage Protect Plus: Schwerpunkt Datensicherung
  • Google Cloud Backup and DR Service: Backup- und Wiederherstellungsdienst für Google Cloud und VMware; kein orchestriertes Failover mit Testfailover belegt, passt eher zur Klasse Backup
  • Arcserve Replication and High Availability: Replikation und Hochverfügbarkeit von Arcserve
  • Cohesity (inkl. Veritas NetBackup, Resiliency Platform): Zusammenführung mit dem Veritas-Geschäft für Enterprise Data Protection laut Pressemitteilung 10.12.2024 (Beleg in Klasse Backup)
  • Proxmox VE Storage Replication: Open Source (Proxmox Server Solutions, Wien); Replikation zwischen Clusterknoten im Minutentakt, aber ohne DR-Runbooks und Testfailover
  • Microsoft Hyper-V Replica: in Windows Server integrierte VM-Replikation; Basisfunktion ohne eigene Orchestrierung
  • Datto SIRIS (Kaseya): BCDR-Appliance für KMU und MSP
Auswahlprüfung

Nachweis statt
Versprechen.

  • Recovery-Plan pro Service an seinen Abhängigkeiten, Datenbanken, DNS und Identitäten ausrichten.
  • Test-Failover in einem isolierten Netz ausführen, ohne Produktion zu berühren.
  • Failback, Berechtigungen und Kommunikationsschritte als Teil des Tests prüfen.
Zusammenhang

Business Continuity Management · Recovery Testing · Service Operations

Produktfunktionen sind Herstellerangaben. Ob die Plattform in der eigenen Umgebung wirkt, zeigt erst ein kontrollierter Test mit den relevanten Services, Daten, Rollen und Betriebsgrenzen.

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Security Tool Navigator · Gebiet 11

Im Gebiet Resilience und Recovery einordnen.

Diese Werkzeugklasse gehört zum Gebiet Resilience und Recovery. Der Gebietshub zeigt, wie die Werkzeugklassen zusammenwirken, wo sie sich abgrenzen und welche Fragen CIO und CISO jeweils klären.