Physische Grenzenwirksam halten.
Standorte, Räume und Betriebsmittel besitzen eine eigene Angriffsfläche. Objektschutz DCH verbindet Schutzbedarf mit Zonen, Zutrittsrechten, Umgebungsbedingungen, Überwachung und sicherer Ausmusterung. Der Prozess schliesst auch Technik ein, die ausserhalb eigener Gebäude betrieben wird.
Der Raum folgt
der Leistung.
Ein Rechenzentrum, ein Entwicklungsbereich und ein Netzwerkschrank im Büro benötigen unterschiedliche Schutzprofile. Massgeblich sind die unterstützte Leistung, vorhandene Informationen, Ausfallwirkung und realistische physische Bedrohung.
| Schutzobjekt | Zu entscheiden | Zu beobachten | Nachweis |
|---|---|---|---|
| Standort und Perimeter | Grenzen, öffentliche Übergänge, Lieferwege und Schutzstufen. | Unbefugter Zugang, bauliche Änderung und Lageereignisse. | Genehmigtes Zonenmodell. |
| Sicherheitsbereich | Zutrittsvoraussetzung, Begleitung, Besucher und Notzugang. | Fehlversuche, offene Türen, fremde Personen und Rechtealter. | Zutrittsprotokoll und Rechtebestand. |
| Betriebsmittel | Aufstellung, Schutz, Wartung, Transport und Rückgabe. | Manipulation, Verlust, unbeaufsichtigte Nutzung und Standortwechsel. | Inventarbezug und Übergabe. |
| Umgebung | Strom, Klima, Brand, Wasser, Redundanz und Alarmierung. | Grenzwert, Ausfall, Wartungsrückstand und Teststatus. | Nachweis zu Prüfung und Wartung. |
| Ausmusterung | Entfernung, Datenbehandlung, Entsorgung und Nachweis. | Verwaiste Geräte, Medien und Zutrittsmittel. | Bestätigte Rückgabe oder Vernichtung. |
Schutz bleibt über
den Lebenszyklus.
Der Prozess endet nicht beim Einbau eines Lesers oder einer Kamera. Rechte, Wartung, Alarme und Veränderungen müssen bis zur Ausmusterung kontrolliert bleiben.
Erfassen
Standort, Bereich, Betriebsmittel und unterstützte kritische Leistung zuordnen.
Verantwortetes Objekt
Bewerten
Ausfallwirkung, Information, Bedrohung und notwendige Schutzstufe bestimmen.
Genehmigtes Schutzprofil
Gestalten
Zonen, Übergänge, Zutrittswege und Umgebungsanforderungen umsetzen.
Kontrollierte Umgebung
Genehmigen
Rechte nach Aufgabe, Zone, Laufzeit und Begleitbedarf erteilen.
Befristetes Zutrittsrecht
Überwachen
Alarme, Umweltwerte, Zutritte, Schlüssel, Besucher und Wartungen verfolgen.
Bewerteter Zustand
Erproben
Barrieren, Alarmwege, Notzugang und Reaktion unter realistischen Bedingungen testen.
Geprüfte Schutzwirkung
Ausmustern
Rechte entziehen, Betriebsmittel sichern, Daten behandeln und Übergabe belegen.
Geschlossener Lebenszyklus
Gebäude und IT
teilen Risiken.
Facility, IT und Security sehen denselben Standort aus unterschiedlichen Perspektiven. Der Prozess verbindet diese Sichten, ohne Verantwortung für Identitäten, Inventar oder Kontinuität zu übernehmen.
Verantwortet das Schutzprofil. Entscheidet Nutzung, Kritikalität und tragbare Einschränkungen.
Betreibt die Barrieren. Führt Zutrittstechnik, Energie, Klima, Brand und Wartung.
Setzt Anforderungen. Bewertet Bedrohungen, Zonen, Überwachung und eskalationspflichtige Abweichungen.
Liefern Abhängigkeiten. Ordnen Betriebsmittel und kritische Leistungen den physischen Orten zu.
Schutzlücken werden
lokalisierbar.
Die Zahl der Türen oder Kameras ist keine Sicherheitskennzahl. Relevant sind unkontrollierte Übergänge, unklare Rechte, nicht getestete Alarmwege und Umgebungsrisiken ohne behandlungsfähigen Owner.
Kritische Betriebsmittel ausserhalb eines genehmigten physischen Schutzprofils.
Rechte ohne aktuelle Aufgabe, Ablaufdatum oder bestätigenden Owner.
Alarme ohne erreichbare Annahmestelle, Reaktionsziel oder dokumentierten Test.
Offene Grenzwertverletzungen und überfällige Wartungen an kritischen Schutzsystemen.
Entfernte Geräte, Medien oder Zutrittsmittel ohne geschlossenen Nachweis.
Physisch bleibt
Teil des ISMS.
Cloud-Nutzung hebt physischen Schutz nicht auf. Sie verschiebt einen Teil der Durchführung zum Lieferanten und macht vertragliche Nachweise sowie Abhängigkeiten wichtiger.
Annex A.7
Die physischen Controls decken Perimeter, Zutritt, Räume, Überwachung, Umwelt, Arbeiten in Sicherheitsbereichen, Betriebsmittel und Ausmusterung ab.
PR.AA und PR.IR
Bezieht physischen Zugang und die Widerstandsfähigkeit technischer Infrastruktur in die Schutzergebnisse ein.
Physical Protection
Der Control Katalog strukturiert Zutrittskontrolle, Überwachung, Besucher, Notstrom, Brand, Umwelt und Betriebsmittel.
IT Grundschutz
Verbindet Infrastruktur, Zielobjekte und Bausteine mit einer nachvollziehbaren Schutzbedarfsfeststellung.
Physische Grenzen
bleiben sichtbar.
Objektschutz verbindet Gebäude, Räume, Betriebsmittel und digitale Abhängigkeiten. Die Referenzen beschreiben erwartete Schutzbereiche, die Nachbarprozesse ordnen sie Leistung, Risiko und Ereignis zu.
| Referenz | Beitrag zum Prozess | Grenze |
|---|---|---|
| ISO/IEC 27001:2022 | Annex A.7 deckt Perimeter, Zutritt, Überwachung, Betriebsmittel und Umweltrisiken ab. | Schreibt keine einheitliche physische Schutzarchitektur vor. |
| NIST SP 800-53 Rev. 5 | Die Physical-Protection-Familie strukturiert Zugang, Besucher, Überwachung und Infrastruktur. | Muss an Standort, Bedrohung und Betriebsmodell angepasst werden. |
| BSI IT-Grundschutz | Verbindet Infrastruktur, Schutzbedarf und nachvollziehbare Sicherheitsbausteine. | Ersetzt keine Objekt- oder Gebäudebeurteilung. |
| Inhalt | Beitrag | Weiter |
|---|---|---|
| 05 Inventar | Verknüpft Standorte, Betriebsmittel und Owner mit relevanten Services. | Prozess öffnen → |
| 04 Architektur | Ordnet physische Vertrauensgrenzen und Abhängigkeiten in das Zielbild ein. | Prozess öffnen → |
| 20 Incident | Koordiniert Eskalation und Nachbearbeitung bei einem sicherheitsrelevanten Ereignis. | Prozess öffnen → |
Security Tool Navigator · Werkzeuge zum Prozess
Werkzeuge nach Gebiet einordnen.
Die Werkzeugklassen dieses Prozesses sind im Security Tool Navigator nach Sicherheitsgebieten geordnet. Die Gebietsseiten zeigen Abgrenzung, Auswahlfragen für CIO und CISO und alle Werkzeugklassen im Zusammenhang. Physische Zutritts- und Gebäudesysteme sind im Navigator noch nicht als eigene Klasse geführt.